2. Liga
FC Lommiswil setzt sich mit Sieg gegen Welschenrohr in der Spitzengruppe fest

Seit über einem Jahr feiert der FC Lommiswil einen Erfolg nach dem anderen. Der überraschende Aufsteiger war auch durch Welschenrohr nicht zu stoppen und dank dem souveränen 3:1-Sieg behauptet sich das Team in der Spitzengruppe der Solothurner 2. Liga.

Hans Peter Schläfli
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Lommiswils 3:1-Torschütze Philipp Dornbierer, attackiert von Welschenrohrs Verteidiger Michael Uebelhart.

Lommiswils 3:1-Torschütze Philipp Dornbierer, attackiert von Welschenrohrs Verteidiger Michael Uebelhart.

Hans Peter Schläfli

Dabei machte sich Trainer Fabian Käch vor dem Match noch Sorgen: Mit Luca Meier und Cyrill Sonderegger fehlten zwei kreative Spielertypen im Mittelfeld. Um so grösser dann das Erstaunen, als die junge Mannschaft diese Absenzen fast problemlos wegstecken konnte.

«Wir hatten lange sehr grosse Mühe, ins Spiel zu finden, aber wir reiten eben auf einer Erfolgswelle», analysierte der FCL-Trainer nach dem Schlusspfiff den Match. «Das Selbstvertrauen ist da und dann gelingt einem eben auch dann ein Tor, wenn man nicht so gut spielt.»

Zu passive Thaler

Tatsächlich war Lommiswil mehr im Besitz des Balles, fand dann aber lange keine Lösung gegen die massiert stehende Defensive der Thaler. So sah man eine recht langweilige erste Halbzeit. «Bewegt euch mehr, Jungs», rief kurz vor der Pause Welschenrohrs Trainer Adis Kesedzic seinen viel zu passiven Spielern zu.

Als hätte er es gespürt, fingen die Lommiswiler sogleich einen flau gespielten Querpass ab. Oguzalp Baladin stand nach einem Sprint alleine vor dem Tor der Gäste, traf aber nur den Pfosten. Weil die meisten Thaler tatenlos zugeschaut hatten, konnte Niklas Urosevic erben und absolut unbedrängt zum 1:0 einschieben. So ging Lommiswil mit einer nicht unverdienten Führung in die Pause.

Auch aufseiten Welschenrohrs fehlten mit Tobias Fankhauser und Danila Zigmas zwei Schlüsselspieler. An den Thalern ging das nicht spurlos vorbei, weil bei ihnen das kämpferische Feuer fehlte, für welches sie sonst berühmt sind. Welschenrohr wirkte ideenlos und passiv.

Die Thaler warteten eigentlich nur ab und beobachteten, was denn der Gegner als Nächstes machen wird. Und so tat die Lommiswiler Führung der Partie gut. Nun musste Welschenrohr in der zweiten Hälfte aktiver werden.

Offene Räume

Doch das öffnete die Räume und Lommiswil setzte ein paar Glanzpunkte mit schnellen Gegenangriffen. So brach Philipp Dornbierer in der 52. Minute auf dem linken Flügel durch. Welschenrohr-Goalie Marco Hug wollte sich ihm in den Weg werfen, konnte aber den Querpass zu Baladin nicht verhindern, der zum 2:0 einschieben konnte.

Erst in der 67. Minute bekam Lommiswil-Goalie Dario Bannwart die erste und einzige Gelegenheit, sich mit einer Glanzparade auszuzeichnen, als Patrick Eggenschwiler auf ihn zustürmte. Doch da stand es bereits 3:0 für Lommiswil, weil Philipp Dornbierer kurz vorher einen Angriff über rechts mit einem satten Schuss ins linke hohe Eck abgeschlossen hatte.

Als sich Samuel Fink in der 80. Minute geschickt an der Strafraumgrenze gegen Tom Middelweerd durchsetzte und für Welschenrohr auf 1:3 verkürzte, war es schon zu spät. Der Glaube an eine Wende war bei den über das gesamte Spektrum enttäuschenden Thalern zu diesem Zeitpunkt längst erloschen.

«Das war schlecht»

So sprach am Ende Adis Kesedzic offen über seine Enttäuschung: «Das war schlecht», sagte Welschenrohrs Trainer. «Dabei lief die Vorbereitung auf das Spiel sehr gut. Im Training machten alle super mit und wir hatten Spass. Aber im Match fehlte das Feuer. Ich kann mir das nicht erklären.

Aber es ist klar, dass man mit solchen Leistungen keinen Platz in der 2. Liga halten kann.» Aber was kann man als Trainer in einer solchen Situation unternehmen? «Kopf hoch und weiter arbeiten», meinte Kesedzic, «und zurück zum alten Kampfgeist finden. Nur so können wir wieder Erfolg haben.»

Telegramm

Lommiswil – Welschenrohr 3:1 (1:0)

Weiher. – 120 Zuschauer. – SR: Berat Fetaj. – Tore: 45. Urosevic 1:0. 52. Baladin 2:0. 64. Ph. Dornbierer 3:0. 83. Fink 3:1.

Lommiswil: Bannwart; Perriard (69. Zumstein), Karpf, Middelweerd, Herzog; Urosevic, Roth, D. Dornbierer (37. Leder), Amiet (82. Neff); Ph. Dornbierer, Baladin.
Welschenrohr: Hug; Widmer, E. Christ, Uebelhart (55. D. Müller) , S. Eggenschwiler; Stampfli, R. Christ, Mägli, A. Fankhauser (54. P. Eggenschwiler); Fink, M. Müller.