Fussball 2. Liga

FC Herzogenbuchsee: Kummer sorgt für Kummer

Kummer sorgt für Kummer

Kummer sorgt für Kummer

Kirchberg besiegt in der 2. Liga Herzogenbuchsee überraschend 2:0. Vor allem ein Spieler machte Gastgeber Herzogenbuchsee Kummer: Simon Kummer.

Jede Serie geht einmal zu Ende. Nach sechs Partien ohne Niederlage, erwischte es den FC Herzogenbuchsee im verflixten siebten Spiel. Der FC Kirchberg, der in der Runde zuvor Leader Schönbühl bodigte, war eine Nummer zu gross. Endlich rollte der Ball für die Emmentaler, durften sie das lang ersehnte Wettkampfglück für sich in Anspruch nehmen. Buchsi liegt nach dieser Niederlage zur Winterpause fünf Punkte hinter Leader Schönbühl. Für Kirchberg steht am Wochenende, bevor der grosse Schnee kommt, noch das Nachtragsspiel gegen Belp auf dem Programm. Mit einem Sieg könnten sich die Emmentaler bis auf sechs Punkte von den Abstiegsplätzen wegschiessen.

Vor allem ein Spieler machte Gastgeber Herzogenbuchsee Kummer: Simon Kummer. Der 24-jährige Kirchberg-Stürmer sorgte mit zwei Toren in der 42. und der 46. Minute (praktisch mit dem Pausenpfiff) für die Entscheidung. Erst wurde er mit einem langen Ball herrlich angespielt und tankte sich durch, dann fiel ihm ein Eckball genau vor die Füsse. Und dieser Mann sass in den letzten drei Spielen nur als Ersatz auf der Bank. Simon Kummer kam, sah und skorte. Bitter für die Oberaargauer: Sie waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, verbrachten mehr Zeit in der gegnerischen Platzhälfte. Aber unter dem Strich waren die Offensiv-Aktionen zu harmlos.

Kirchberg-Stürmer Simon Kummer: Der zweifache Torschütze im Interview

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«Wir sollten mit unserem Lauf gewinnen», sagte Buchsi-Trainer Max Rüetschli noch vor dem Spiel. Es kam aber anders. Seine Schützlinge liessen in der zweiten Hälfte phasenweise die Köpfe hängen. Der Doppelschlag kurz vor der Pause hat dem FCH das Genick gebrochen. Goalgetter und Rückkehrer Sylvan Guema (er erzielte in vier Spielen fünf Tore) zauberte zwischendurch, das nötige Glück war aber nicht auf seiner Seite. Immerhin drückte Buchsi in der Endphase nochmals aufs Tempo – aber die Gäste standen sehr kompakt. Der Ball wollte nicht mehr ins Tor.

«Wir hatten das Glück heute auf unsere Seite», sagte Kirchbergs Co-Trainer Daniel Schoder und. Er hätte seine Jungs in der Pause nachdrücklich gewarnt, «denn ein 2:0-Vorsprung ist ein gefährliches Resultat». Für ihn war die starke Abwehr der Schlüssel zum Erfolg. «Wir sind hinten sehr kompakt und gut gestanden.» Weniger erfreulich fällt Max Rüetschlis Analyse aus: «Wir waren zu wenig giftig, haben zu wenig fürs Spiel gemacht und waren irgendwie nicht parat.» Es seien zwei unnötige Tore gewesen, zwei taktische Fehler. «Ich hätte mehr Siegeswillen erwartet», sagte Rüetschli und ergänzte: «Aber die Welt geht nicht unter. Jetzt hats nach den vielen guten Resultaten halt mal nicht gepasst.»

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