Der FCG spendete gestern Abend seinen Fans gegen Spitzenreiter Xamax eine brasilianische Nacht. Die Spieler hatten sich den Match als Geschenk für ihren Trainer Edvaldo Della Casa ausgesucht, welcher heute seinen 39. Geburtstag feiert. Am Ende schaute für die Uhrenstädter die erste Heimniederlage heraus. Dies, obwohl man während der ganzen Partie auf Augenhöhe der Favoriten war.

Statt Unentschieden hiess es 0:2

Bei besten äusseren Bedingungen ging Neuenburg vor 650 Zuschauern mit 1:0 in Front. Der Ex-Bieler Doudin hämmerte einen Freistoss aus rund 18 Metern unter die Latte. Xamax suchte in der Folge gleich einen weiteren Treffer und setzte Grenchen unter Druck. Ein erster sehenswerter Angriff auf Grenchner Seite führte nach Ablauf einer Viertelstunde über die rechte Seite, wo der pfeilschnelle Nascimento seinem Bewacher enteilte und von der Grundlinie präzis zur Mitte flankte. Erard konnte per Kopf zur Ecke befreien.

Das gab den Einheimischen wieder die nötige Selbstsicherheit. Mit einem Gewaltshammer prüfte FCG-Topskorer Andonov Sallaj im Tor der Neuenburger. Dies, nachdem er kurz zuvor eine Hereingabe per Kopf Richtung Tor gebracht hatte. Nochmals brannte es im Gästestrafraum lichterloh. Leandro visierte mit seinem Flachschuss die linke Torecke an. Der Ball kullerte vor dem Tor durch, wo Ferreira einen Schritt zu kurz kam. Völlig entgegen dem Spielverlauf erhöhte Xamax bei einem Entlastungsangriff durch Erard auf 2:0 (42.). Statt mit einem verdienten Unentschieden ging es mit dem etwas täuschenden Zweitore-Vorsprung in die Pause.

Alles im Griff

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten erneut den Gastgebern. Die Zuschauer kamen in den Genuss von schönen Ballstaffetten. Vor dem Tor blieben die Grenchner aber zu wenig gefährlich oder die Torschüsse landeten in den Fängen des Keepers. Besser machte es Routinier Doudin, welcher mit einem weiteren Freistoss aus 30 Metern mit einem unhaltbaren Aufsetzer auf 0:3 erhöhte (67.).

Damit hatte Xamax seinen fünften Sieg auf sicher. Geschickt liessen die Gäste in der Folge nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, in der 83. Minute musste Grosjean gegen den alleine anstürmenden Rodriguez alles riskieren. Im Gegenzug zeigte der eingewechselte Zayas mit einem beeindruckenden Solo und dem mehr als verdienten Ehrentreffer, was in ihm steckt.