Fussball
FC Grenchen verabschiedet sich mit 1:5-Heimpleite in die Winterpause

Der FC Grenchen verabschiedet sich mit einer 1:5-Heimpleite in die Winterpause. Die Grenchner zeigten gegen Münsingen eine starke erste Hälfe. Nach der Pause drehten die Berner das Spiel und gewannen zum Schluss souverän.

Mike Brotschi
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Samuel Zayas schoss den FCG in Führung - dann ging nichts mehr.

Samuel Zayas schoss den FCG in Führung - dann ging nichts mehr.

Marcel Bieri

Statt auf dem möglichen zweiten Rang überwintert der FCG nun im vorderen Mittelfeld. Dabei hatte es für den FC Grenchen gut begonnen.

In der 27. Minute lenkte Dürig den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Punkt. Wie bereits am vergangenen Weekend verwertete Zayas den Elfmeter sicher zum 1:0. «In der ersten Halbzeit spielten wir schlecht», sagte Münsingens Trainerlegende Kurt Feuz nach dem Spiel.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Dürig sein Missgeschick, welches zum1:0 führte, mit dem Ausgleich zum1:1 wieder ausbügeln (48).

Rote Karte für Dzombic

Einer der zahlreichen stehenden Bälle führte in der 61. Minute zum Führungstor durch den Ex-Bieler Ledesma. Kurz darauf sah Dzombic, nach einem weiteren harten Einsteigen, die zweite Gelbe.

Das 1:3 durch Christen besiegelte dann die zweite Heimniederlage der Grenchner endgültig. Noch steckten die Gastgeber aber nicht auf, hatten durch Zayas eine gute Chance, welche Gnehm mit blitzschnellem Reflex zunichtemachte.

Münsingen erhöhte dann gegen die entblösste Grenchner Defensive durch Tore von Häsler und Gasser auf 1:5.

Penalty verschossen

Die Uhrenstädter hatten in der Nachspielzeit noch die Möglichkeit zur Resultatkosmetik. Nastoski wurde im Strafraum gefoult. Trotz fiebriger Erkältung trat der Gefoulte zum Strafstoss an und prompt sprang Gnehm in die richtige Ecke.

«Grenchen spielte in der zweiten Halbzeit schlecht. Am Schluss waren wir physisch stärker», resümierte Feuz. Obwohl Grenchen über technisch bessere Spieler verfüge, sei das tiefe Terrain eher Münsingen zu Gute gekommen. «Am Schluss fiel das Resultat um ein, zwei Tore zu hoch au», so Feuz.

Sein Kontrahent Edvaldo Della Casa trauerte indessen der ersten Halbzeit nach. «Nach dem 1:0 hatte Zayas zwei tolle Chancen gehabt. Dort hätte man das Spiel bereits entscheiden sollen. In der zweiten Hälfte haben wir dann aufgehört zu spielen. Der Platzverweis gegen Dzombic war dann schliesslich spielentscheidend, denn er ist hinten für die Stabilität besorgt.»
Matchtelegramm: Grenchen - Münsingen 1:5 (1:0)

Brühl: 250 Zuschauer - SR: Orchanov.

Tore: 27. Zayas (Handspenalty) 1:0, 48. Dürig 1:1, 61. Ledesma 1:2, 76. Christen 1:3, 88. Häsler 1:4, 90. Gasser 1:5.

Grenchen: Grosjean J.; Rawyler, Dzombic, Grosjean W., Ferreira; Zayas, Nastoski, Januzaj (74. Ekoman), Du Buisson (74. Canik) ; Leandro (88. Bala), Stauffer.

Münsingen: Gnehm; Strahm, Koch, Dreier, Ledesma; Dürig (70. Bärtsch), Zanni, Funaro, Lavorato (87. Kobel); Gasser, Christen (79. Häsler).

Bemerkungen: Grenchen ohne Andonov, Ndo`Ze (gesperrt), Dzelili, Eggenschwiler (abwesend). Münsingen ohne Thalmann, Selmani, Battista (alle verletzt), Herren (abwesend).
Verwarnungen: 4. Dzombic (Foul), 27. Dürig (abs. Handspiel), 68. Strahm (Foul),
Platzverweis: 63. Dzombic (Ampelkarte).