Fussball
FC Grenchen nimmt eine «Packung» mit in die Winterpause

Mit einer 1:5-Niederlage gegen Münsingen verabschiedet sich der FC Grenchen nach einem tollen Fussballjahr von seinen Fans.

Mike Brotschi
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Letztes Heimspiel des FC Grenchen
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Grenchens Rapahel Fereira (Mitte) steigt eine Etage höher als die Gegner.
Kliment Natoski (rechts und De Sousa können Münsingens Max Dreier nicht stoppen.
Rapahel Ferreira (hinten) gewinnt das Kopfballduell mit Patrick Strahm.
Waylon Grosjean (rechts) mit elegantem Kopfschmuck.
Samuel Zayas (links) mit gestrecktem Bein gegen Münsingens Patrick Strahm.

Letztes Heimspiel des FC Grenchen

Marcel Bieri

Nachdem das Team von Edvaldo Della Casa die erste Halbzeit für sich entschieden hatten und zur Pause mit 1:0 führte, konnten die Berner das Spiel in der zweiten Hälfte mit einer imposanten Leistungssteigerung klar zu ihren Gunsten drehen. Statt auf dem möglichen zweiten Rang überwintert der FCG nun im vorderen Mittelfeld.

Es ist immer wieder erstaunlich, was Trainerlegende Kurt Feuz mit seinem Team zustande bringt. Obwohl er immer wieder darauf hinweist, dass Münsingen technisch begrenzt sei und keine Stars aufweise, vollbringen die Berner immer wieder starke Leistungen. Was Feuz bei seinem Understatement aber ausblendet, ist die Tatsache, dass Münsingen im Unterschied zu Grenchen über eine einwandfreie und intakte Fussballinfrastruktur mit mehreren Allwetterplätzen verfügt.

Kein Vergleich zu den Trainingsmöglichkeiten auf dem Platz Grenchen. Niemand möchte mit den Grenchner Trainern tauschen. Nicht zuletzt aus diesem Grund konnte man mitverfolgen, wie der Erfolg mit schlechter werdenden Trainingsbedingungen fdiesen Herbst konstant abnahm.

Zayas trifft mit Penalty

In der 27. Minute lenkte Dürig den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Wie bereits am vergangenen Wochenende verwertete Zayas den Elfmeter sicher zum 1:0. «In der ersten Halbzeit spielten wir schlecht», wusste Münsingens Trainer Kurt Feuz.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Dürig sein Missgeschick, welches zum 1:0 für Grenchen führte, mit dem Ausgleich wieder ausbügeln (48. Minute). Einer der zahlreichen stehenden Bälle führte dann zum Führungstor durch den Ex-Bieler Ledesma. Kurz darauf sah Dzombic, nach einem weiteren harten Einsteigen, Gelb-Rot. Das 1:3 durch Christen besiegelte dann die zweite Heimniederlage der Grenchner endgültig.

Nastoski scheitert mit Penalty

Noch steckten die Gastgeber aber nicht auf, hatten durch Zayas eine gute Chance, welche Gnehm mit blitzschnellem Reflex zunichte machte. Münsingen erhöhte dann gegen die entblösste Grenchner Defensive durch Tore von Häsler und Gasser auf 5:1.

Die Uhrenstädter hatten in der Nachspielzeit noch die Möglichkeit zur Resultatkosmetik. Nastoski wurde im Strafraum gefoult. Trotz fiebriger Erkältung trat der Gefoulte selber zum Strafstoss an und prompt scheiterte an Torhüter Gnehm. «Grenchen spielte in der zweiten Halbzeit schlecht. Am Schluss waren wir physisch stärker», resümierte Feuz.

Obwohl Grenchen über technisch bessere Spieler verfüge, sei das tiefe Terrain eher Münsingen zugute gekommen. «Am Schluss fiel das Resultat um ein, zwei Tore zu hoch aus», schloss Feuz. Sein Kontrahent Edvaldo Della Casa trauerte der ersten Halbzeit nach.

«Nach dem 1:0 hatte Zayas zwei tolle Chancen. Dort hätten wir das Spiel bereits entscheiden sollen. In der zweiten Hälfte haben wir dann aufgehört zu spielen. Der Platzverweis gegen Dzombic war schliesslich spielentscheidend, denn er sorgt hinten für Stabilität.»