Das Cup-Abenteuer hinterliess in der Meisterschaft im vergangenen Herbst seine Spuren. Das Vordringen in den Sechzehntelfinal kostete den FCG viel Substanz. Substanz, welche dann in der Meisterschaft fehlte. Mit nur gerade drei Vollerfolgen, sechs Remis und sieben Niederlagen konnte das Kilchenmann-Team sein Potenzial selten abrufen. «Wir haben die Winterpause genutzt, um neue Ziele zu stecken», so FCG-Trainer Kilchenmann. «Es begann ein neues Jahr, wir konnten uns gut vorbereiten. Dabei kam uns das Wetter sehr entgegen, da wir in Grenchen im Winter nicht über eine tolle Infrastruktur verfügen. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft möglichst rasch die benötigten Punkte holen, um von der schlechten Tabellenlage wegzukommen.»

Ohne Abwehrchef auf Punktejagd

Mit dem Abgang von Diango Malacarne verlor der FCG in der Winterpause seinen Abwehrchef. «Uns ist klar, dass man einen solch routinierten Spieler nicht einfach so ersetzen kann. Berufsbedingt konnte er aber unsere Erwartungen nicht mehr erfüllen», hält sich Kilchenmanns Bedauern über den Abschied in Grenzen. Oft sei der Defensivmann auch angeschlagen gewesen und habe nicht mittrainieren können. «Kommt dazu, dass Malacarne in der Vorrunde sieben Spiele fehlte, sei es durch Spielsperren oder wegen Verletzungen. Leider fehlt uns aufgrund von offenen Suspensionen mit Boumelaha ein weiterer Defensivspieler in den ersten zwei Spielen.

Da muss ich in der Verteidigung etwas riskieren, doch bin ich überzeugt, dass die eingesetzten Spieler wissen werden, worum es geht.» Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass die ersten drei Partien richtungsweisend sein werden. «Ja, die Konstellation, auf unmittelbar vor oder hinter uns klassierte Teams zu treffen, ist schon gerade sehr speziell. Uns kommt aber entgegen, dass diese Gegner auch noch Punkte brauchen und gerade Muttenz zu Hause unter Druck agieren wird. Aber man darf nicht vergessen, dass die Rückrunde länger dauert als nur die ersten drei Spiele.»

Verletzungspech ist überstanden

«Es bringt nichts, wenn wir uns jetzt unnötig unter Druck setzen», denkt Kilchenmann. «Wir wissen, was wir besser machen müssen, damit wir uns im gesicherten Mittelfeld klassieren werden. Wir haben ja bekanntlich diese Saison einen Weg eingeschlagen, der anders ist als vorher. Ich bin immer noch überzeugt, dass wir mit dem Einsatz von Spielern aus unserer Region die richtige Strategie verfolgen. Leider haben wir im Herbst grosses Verletzungspech gehabt. Die meisten Blessuren sind nun auskuriert, und das stimmt mich zuversichtlich. Im Moment sieht die Situation gut aus.»