Fussball 2. Liga

FC Fulenbach: «Blick nach hinten nicht vergessen»

Teamfoto des FC Fulenbach

Teamfoto des FC Fulenbach

Die Fulenbacher sind die Young Boys der Liga: Nach drei 2. Plätzen ist Trainer Martin Hert erneut skeptisch.

FC Subingen, FC Iliria, FC Biberist: dies die Solothurner Meister der letzten drei Jahre. Dem SC Fulenbach blieb stets nur der zweite Schlussrang. Nicht einmal die beeindruckenden 81 Tore in der letzten Saison reichten für den Spitzenplatz.

Und Trainer Martin Hert, der in seine vierte Spielzeit beim SCF steigt, rechnet auch 2018 nicht mit dem Meistertitel. «Grenchen hat sich massiv verstärkt, will mit aller Gewalt aufsteigen», ist für ihn die Favoritenrolle klar verteilt.

Die Fulenbacher würden den FC Grenchen natürlich nur allzu gerne ärgern, sagt Hert, der weiss: «Wichtig ist, dass wir den Saisonstart nicht so verpatzen wie letzte Saison.» 2016/17 konnte Fulenbach nur eines der ersten fünf Spiele für sich entscheiden. Umso imposanter, dass sich die Hert-Elf am Ende doch noch locker den zweiten Rang sicherten.

Der Hauptgrund dafür ist die überragende Torproduktion. Simon Affentranger (20 Tore), Fabian Wyss und Yves Ehrenbolger (je 10), Yanick Boss und Kevin Lenz (je 8) oder auch Ramon Affentranger und Luan Spielmann mit 6 Treffern im Vorjahr: Fulenbach hat eine riesige Bandbreite an torgefährlichen Spielern und kann jeden Gegner an die Wand spielen.

Mutationen gab es in der Sommerpause wenige. «Wir haben keine Abgänge und die «Zuzüge» entsprechen der Philosophie des Klubs, dem Einbauen von eigenen Junioren», erklärt Hert. «Ich bin sehr zufrieden, dass einige Nachwuchsspieler in der Vorbereitung 2. Liga-Luft schnuppern konnten.»

Mit der Vorbereitungsphase ist der 67-Jährige nur «soweit zufrieden». Ärgerlich seien die vielen Ferienabwesenden. «Die Testspiele geben deswegen kaum Aufschluss.» Martin Hert rechnet mit einer ausgeglichenen Zweitliga-Saison: «Die Frage nach den Abstiegskandidaten ist sehr schwierig zu beantworten», sagt er. Auch die Aufsteiger Lommiswil und Oensingen hätten grosses Potenzial. «Ausser zwei, drei Top-Teams sollten alle den Blick nach hinten nicht vergessen.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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