Schweizer Cup

FC Deitingen geht gegen Gleichklassigen Urner kläglich unter

Deitingens Los wäre eigentlich gar kein so schlechtes gewesen: Wenn man im Schweizer Cup schon keine der grossen Mannschaften zugelost bekam, dann wenigsten mit dem Zweitligisten Schattdorf eine, die in Reichweite war. Trotzdem ging Deitingen unter.

Die Wasserämter verzeichneten die erste gute Szene, aber David Flury kam bei einer flachen Hereingabe einen halben Schritt zu spät, sonst hätte es 1:0 heissen können. Aber wenig später wurde auf der anderen Seite der Urner Öztürk bei der Schussabgabe nicht gestört und der traf aus 18 Metern unhaltbar in die Maschen hinter Goalie Sebastian Pfister.

Schattdorf überlegen

Danach wirkte Schattdorf deutlich überlegen. Deitingen versuchte, sich mit weiten Pässen zu befreien. Da aber vorne niemand in der Lage war, den Ball anzunehmen und zu kontrollieren, wurden diese Pässe von den Gästen regelmässig abgefangen, und der nächste Angriff rollte auf das Deitinger Tor. Trotzdem blieben die Gefahrenmomente selten. In der 31. Minute zeigte Goalie Pfister seine grösste Tat, als er gegen den alleine anstürmenden Loretz grandios rettete.

In der 43. Minute der Jubel: Linksfuss Raphael Stalder sprang der Ball etwas zu weit vom Fuss und er geriet unter Druck. Aus Verzweiflung hielt er deshalb mit seinem schwachen rechten Fuss drauf – und traf mit einem herrlichen Sonntagsschuss aus 20 Metern zum 1:1.

Doch die Freude währte nicht lange. Noch vor der Pause wurde Schattdorf ein Freistoss aus gefährlicher Distanz zugesprochen. Die Deitinger Mauer sah so aus: Flury-Xhema-Murer-grosse Lücke-Jäggi. Das war einfacher als ein Penalty: Schattorfs Captain Schilling schoss geradeaus durch das grosse Loch in der Mauer zur erneuten Führung für die Gäste ein. «Das war ein ganz unnötiges, dummes Tor, das uns aus dem Konzept geworfen hat», kommentierte am Schluss Trainer Roland Christen diese entscheidende Szene.

Deitinger Schlussoffensive

Deitingen, das viele Verletzte zu ersetzen hatte, zeigte über seine linke Seite einige sehr schöne und gefährliche Aktionen. Aber zu oft wurde aus der Verteidigung heraus das unnütze Mittel des langen Balls gewählt. In der 77. Minute kam ein solch konzeptloser Pass postwendend zurück und Loretz konnte das 1:3 für Schattdorf erzielen.

Deitingen riskierte in der Schlussphase nochmals alles und griff an. Imhof nutzte den so entstehenden Raum in der Nachspielzeit mittels Konter zum 1:4. Aber das hohe Schlussresultat täuscht. Obwohl Deitingen nicht wirklich gut spielte, wäre gegen diesen biederen Zweitligisten ein Weiterkommen möglich gewesen. Entsprechend gross war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff. Fazit: Deitingen ist durch ein Loch in der Mauer aus dem Schweizer Cup gefallen.

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