Der FC Herzogenbuchsee ist bereit. Bereit für die nächste Saison. Da der aktuelle Trainer Max Rüetschli die erste Mannschaft des FCH per Ende Saison Richtung FC Grenchen verlässt, musste sich der Klub auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Und wurde fündig in der Personalie von Markus Schober. Ein nicht unbekannter Name beim FCH, denn Schobers Vater und Bruder waren auch schon als Trainer tätig.

Junger Trainer mit zwei Routiniers

Da der 33-jährige Schober erst noch am Anfang seiner Trainerkarriere steht, knüpfte er sein Engagement an eine Bedingung. «Ich wollte unbedingt, dass mich zwei Routiniers unterstützen», sagte Schober an der Pressekonferenz. Mit dem ehemaligen Kirchberger Daniel Habegger und dem seit bald 30 Jahren beim FCH aktiven Angelo Confessore komplettieren zwei erfahrene Assistenzcoachs das Trainer-Trio. Der Präsident Hans Strähl zeigte sich zufrieden mit dieser Lösung: «Mit Markus Schober haben wir jemanden gefunden, der mit Herzblut bei der Sache ist. Und Angelo macht bereits jetzt als Assistenztrainer einen super Job.»

Das neuverpflichtete Trainer-Trio blieb in letzter Zeit nicht untätig, auch wenn die Saison noch läuft und unklar ist, ob der FCH künftig in der 2. Liga inter spielt oder ob er regional bleibt. Die Saisonplanung läuft auf Hochtouren und aufgrund der sportlich ungewissen Zukunft werden zwei Pläne ausgearbeitet.

Gute Aktionen waren selten

Die Buchsi-Spieler hatten an diesem Nachmittag ihre sportliche Zukunft in eigenen Händen. Der Erstplatzierte FCH empfing den Derby-Rivalen Kirchberg, der gegen den Abstieg kämpft. Eine spannende Ausgangslage, könnte man meinen. Aber es schien so, als ob sich die Spieler mit ihrer Leistung am schlechten Wetter anpassen wollten. Beide Teams fanden keine Mittel, einen gepflegten Spielaufbau auf den Rasen zu bringen.

Kirchberg ging aus dem Nichts in Führung. Hostettler überlobbte in der achten Minute den etwas zu weit vorgerückten FCH-Goalie. Fünf Minuten später brachte Captain Dan Gygax praktisch im Alleingang die Welt der Gastgeber wieder in Ordnung und glich zum 1:1 aus. Gute Aktionen waren Mangelware, bis Buchsis Luigi Fedele kurz vor der Halbzeitpause seinen Captain mit einem steilen Pass in die Tiefe bediente und dieser zum 2:1 einschieben konnte.

«Auch solche Spiele muss man gewinnen»

Der zweite Durchgang war geprägt durch Verletzungen. Seitens der Gäste geriet man wegen Zerrungen gehörig unter Druck, denn nach dem dritten Wechsel verletzte sich auch noch Marc Rohrer. Die Kirchberger mussten Wohl oder Übel ab der 78. Minute das Spiel in Unterzahl zu Ende bringen. Von dieser numerischen Überlegenheit profitierten die Platzherren jedoch nicht und daher blieb es bei einem mageren 2:1.

«Auch solche Spiele muss man gewinnen», brachte es die Aussage von FCH-Coach Max Rüetschli nach dem Spiel auf den Punkt. «Etwa gleich schlecht wie das Wetter war dieser Match», sagte Strähl und schüttelte den Kopf.