2. Liga inter
FC Alle gegen Wacker Grenchen: Droht die Revanche?

Vier Jahre ist es nun schon her seit dem verhängnisvollen Cupspiel zwischen Alle und Wacker Grenchen. Am Sonntag treffen diese zwei Mannschaften erstmals wieder aufeinander. Eine Pfefferspray-Attack wie damals scheint heute unmöglich.

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Alle gegen Wacker: Kampf um den Ball und Punkte.

Alle gegen Wacker: Kampf um den Ball und Punkte.

HPS

Ein Szenario wie damals scheint heute unmöglich. Was war geschehen vor vier Jahren? Im Cupspiel zwischen Alle und Wacker stand es 3:1, als es passierte. Nachdem Wackers Ly von Carpent attackiert wurde, schritt ein Zuschauer mit einem Pfefferspray ein und die Situation geriet ausser Kontrolle. Schlussendlich wurden über 25 Sperren ausgesprochen gegen Spieler beider Mannschaften. Zudem erhielten weder die Solothurner noch die Jurassier die Ehre, den Superligisten YB zu Hause empfangen zu dürfen, sondern beide wurden aus dem Cup ausgeschlossen. Die ganze Fussballschweiz blickte geschockt nach Grenchen.

Keine Wiederholungsgefahr

Nun, vier Jahre später, treffen die beiden Kontrahenten wieder aufeinander, denn im letzten Sommer wurde der Aufsteiger Wacker in die 2. Liga inter Gruppe 3 eingeteilt, genau in die Gruppe, in der auch Alle spielt. «Wir haben keine Angst, dass sich dies wiederholen wird. Dies war ein einziges Ereignis und geschah, weil einige Leute nicht überlegten, was sie taten», erklärt Wackers Geschäftsleiter Marcel Bolliger. Die Partie in Alle werde ein Meisterschaftsspiel wie jedes andere sein, versichert der Grenchner weiter.

Doch wie weit ist die ganze Sache wirklich weg? Immerhin spielen noch immer Spieler von damals in der 1. Mannschaft von Wacker. Bolliger dementiert klar: «Wir reisen nach Alle, um zu punkten. Das andere ist nur Schnee von gestern. Wir wollen das nicht mehr im Hinterkopf behalten, sondern mit einem klaren Fokus in Alle spielen und siegen.» Auch der momentan rekonvaleszente Marc Scheller, welcher vor vier Jahren die Szenen miterlebte, ist überzeugt, dass das Spiel nicht ausarten wird: «Das war eine andere Situation. Es ging für beide Teams um so viel in diesem Cup und die Emotionen schwappten über.» Scheller ist sich sicher, dass das Spiel im Jura körperbetont gespielt werde, aber dies werde im erlaubten Rahmen sein, schliesst der Captain von Wacker ab.