Das Duo hatte bereits 14 Tage zuvor beim Wengi Berglauf bei ihren Tagessiegen den kantonalen Meistertitel im Berglauf errungen. Der schnellste Pilot der Fluggesellschaft Swiss ,Christian Mathys, hatte im Gegensatz zu seinem Bruder Hansruedi (Sieger 2009 und 2010) den Roggen Berglauf zuvor noch nie gewonnen. Mit 39:28,7 verpasste Mathys, dessen grosses Ziel in diesem Jahr die Berglauf-WM im September ist, den ein Jahre alten Streckenrekord des Kenianers Bernard Matheke um über zwei Minuten. «Dieser Rekord lag nie im Bereich meiner Möglichkeiten.» Mathys freute sich im Ziel, dass er seine Mutter Hanni Mathys-Fries überholt hatte. Unter ihrem Mädchennamen Hanni Fries war die Thunstetterin eine der weltbesten Orientierungsläuferinnen. Zu einem Zeitpunkt, als noch niemand von Simon Niggli-Luder sprach. Als Gesamtdritter direkt vor Altmeister Martin von Känel, zeigte der Oltner Konrad von Allmen auch in Oensingen eine starke Leistung. «Das war ein spanendes Rennen, bei dem ich trotz viel Gegenwind persönliche Bestzeit gelaufen bin.» Mit Nils Makos aus Oberdorf als Neunter kam ein dritter Solothurner in die Top Ten des Overallklassements.

Martina Strähl bezwingt ihre Menatltrainerin

Bei den Frauen lief die dreimalige Berglauf Europameisterin Martina Strähl ihrer Konkurrenz wie gewohnt kurz nach dem Start auf und davon. Wobei sie beim vierten Start am Roggen, den vierten Triumph feierte. Die erste Verfolgerin der Oekingerin war ihre Mentaltrainierin Bettina Steiger. Sie lag im Ziel bereits über vier Minuten zurück und die drittklassierte Bellacherin Kathrin Götz büsste schon fast fünf Minuten ein. «Trotz dem GP Bern vom letzten Samstag habe ich mich gut gefühlt,und bin über eine Minute schneller gelaufen, als letztes Jahr. Auf ihren eigenen Streckenrekord von 41:50 aus dem Jahr 2007 habe sie aber keine Jagd gemacht. «Erstens kann man nicht jeden Tag auf Rekordjagd gehen und zweitens ist in diesem Jahr die Marathon Heim-EM in Zürich mein grosses Saisonziel.» so die 27 jährige Wasserämterin, die am nächsten Samstag auch am Passwanglauf zum vierten Wertungslauf innerhalb der Jura Top Tour antreten will.

Gut in Szene setzen konnte sich auch die Luterbacherin Tanja Amiet als Gesamtfünfte und Zweite der Kategorie Frauen 35 hinter der Bellacherin Kathrin Götz. Aber auch die 47-jährige Hägendorfer Mutter und Bankangestellte Claudia Erdin zeigte als Achte eine starke Leistung. Nach ihrem dritten Kategorienplatz am Tüfelsschluchtlauf und Rang zwei in Matzendorf reichte es Erdin diesmal sogar zum angestrebten Sieg in ihrer Altersklasse.