Unihockey
Favorit Wiler-Ersigen macht den Sack zu und steht im Halbfinal

Wiler-Ersigen schlägt die Kloten-Bülach Jets im fünften Playoff-Viertelfinal 6:2 und steht damit im Playoff-Halbfinal. «Wir müssen trotzdem unsere Dominanz zu verbessern. Wir waren oft zu passiv», analysierte Wiler-Captain Matthias Hofbauer.

Hans Peter Schläfli
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Wiler-Ersigen gegen Kloten
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Wilers Trainer Johan Schönbeck zeigt an, wie er das Spiel haben will.
Wilers Torschütze Isaac Rosén lässt sich nach dem 4:2 gegen Kloten feiern.
Wilers Goalie Nicolas Wolf zeigt gegen Kloten eine Glanzparade.

Wiler-Ersigen gegen Kloten

Hans Peter Schläfli

Nach dem 5:4-Sieg am Samstag durch einen Treffer von Patrick Mendelin in der Verlängerung war bei Wiler-Ersigen klar: Im sonntäglichen Heimspiel sollte der Sack zugemacht und die «Best-of-Seven»-Viertelfinalserie mit dem vierten Sieg gegen Kloten-Bülach Jets entschieden werden.

Entsprechend konzentriert wurde begonnen. Dann kam auch noch etwas Wettkampfglück dazu, als der Ball irgendwie zum 1:0 beim Gegner im Netz landete. In der elften Minute fing Christoph Hofbauer mit gutem Forechecking einen Querpass ab und bediente Dave Wittwer, der elegant das 2:0 markierte.

Auszeichnung für Wolf

Doch nach dem optimalen Start riss der Faden wieder einmal – das hatte man in letzter Zeit schon ein paar Mal erlebt. Kloten-Bülach stellte auf eine extrem aggressive Manndeckung um. Mit einem Forechecking mit drei, manchmal sogar vier Spielern vor der Mittellinie kamen die Jets zu ihren Chancen, von denen Daniel Dürst nach einer Viertelstunde die beste vergab. Andererseits zeichnete sich auch Wilers Goalie Nicolas Wolf mit Glanzparaden aus. Gegen den wunderbaren Rückhandschuss aus der Drehung von Yannik Jaunin hatte Wolf dann aber kurz vor der Pause keine Chance.

Und wieder die Strafen

Wiler war mit der knappen Führung gut bedient. Dann schoss indes, wie aus dem Nichts, Topskorer Rosén das 3:1. Die Zürcher Gäste liessen sich darob nicht beeindrucken und verkürzten gleich wieder auf 2:3. In der Folge jedoch gingen sie viel zu aggressiv ans Werk und kassierten innert Kürze zwei Strafen. Jetzt kam auch Wilers Captain Matthias Hofbauer zu seinem Einsatz.

Wegen seiner Bauchmuskelzerrung will er vorerst nur in Powerplays mittun. Die doppelte Überzahl führte in der 35. Minute zum 4:2 durch Rosén und noch immer mit einem Mann mehr gelang Matthias Hofbauer das 5:2 und damit die Vorentscheidung.

Klarer als es effektiv war

Im Schlussdrittel behielt Wiler-Ersigen alles im Griff. Nach dem 6:2-Sieg im fünften Spiel ist die Playoff-Viertelfinalserie mit dem Endstand von 4:1 entschieden. Die 457 Zuschauer im Sportzentrum Zuchwil belohnten die Leistung mit einer zweiminütigen Standing Ovation.

Trotzdem gab auch Captain Hofbauer am Ende zu, dass das Resultat klarer ausgefallen sei, als sich die Playoff-Serie angefühlt hatte und der Widerstand der Jets sehr gross war. «Sie haben ihre Mittel gut eingesetzt und sehr aggressiv gespielt, aber das war zu erwarten», analysierte er. «Wir müssen nun im Training daran arbeiten, unsere Dominanz zu verbessern. Wir waren oft zu passiv.»

Er hoffe, dass sich seine Bauchmuskulatur in der nun folgenden kurzen Pause bis zur Halbfinalserie komplett erholen kann. «Mir fehlt die Explosivität und ich kann noch nicht voll in die Zweikämpfe einsteigen», erklärte er, warum er nur im Powerplay zum Einsatz kam. «Im Augenblick könnte ich unserem Spiel einfach zu wenig Impulse geben.»