Faustball
«Das Dorf stärkt uns den Rücken» – die Faustball-Elite ist zu Gast in Neuendorf

Am Wochenende steigt das Final4-Turnier der besten Faustballteams des Landes in Neuendorf. Mit dabei auch die einheimische Frauenequipe, die einen Medaillengewinn vor ihrem Heimpublikum anstrebt.

Fabio Baranzini
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Neuendorf war das einzige Team, das Titelverteidiger Diepoldsau in der Quali einen Satz abluchsen konnte. Im Halbfinal kommt es zum Wiedersehen.

Neuendorf war das einzige Team, das Titelverteidiger Diepoldsau in der Quali einen Satz abluchsen konnte. Im Halbfinal kommt es zum Wiedersehen.

Fabio Baranzini

In den letzten beiden Jahren haben die Faustballer aus Neuendorf jeweils die Bronzemedaille gewonnen und sich damit an der nationalen Spitze etabliert. Nur zu gerne hätten sie vor heimischem Publikum am Final4-Turnier am Wochenende erneut einen Medaillengewinn gefeiert.

Doch dazu kommt es nicht. Die Neuendörfer haben nämlich nach einer durchzogenen Saison die Qualifikation für den Saisonhöhepunkt verpasst. Sie mussten sich in der Endabrechnung mit Rang fünf begnügen. Sicherlich eine kleine Enttäuschung, die es nun zu verdauen gilt.

Umso erfreulicher ist dafür, dass die Frauen des Vereins die Qualifikation souverän geschafft haben. Und das trotz einiger Wechsel im Team. Unter anderem hatte Zuspielerin Noëmi Egolf ihren Rücktritt gegeben und Livia Galli und Lea Zeltner standen wegen ihres Studiums nur teilweise zur Verfügung. Angreiferin Galli hat zudem die Position gewechselt und spielt nun in der Defensive. Ihren Platz im Angriff an der Seite von Andrea Gerber hat U18-Nationalspielerin Samira Hochuli übernommen.

«Wir sind zufrieden, wie wir diese Umstellungen kompensieren konnten. Je länger die Meisterschaft gedauert hat, desto besser sind wir in Fahrt gekommen», bilanziert denn auch Captain Simone Gaugler. In der Tat waren die Neuendörferinnen das einzige Team, das in der Qualifikation gegen die Schweizer Meisterinnen aus Diepoldsau einen Satz gewinnen konnte. Zudem schlugen sie der letzten Qualifikationsrunde auch die favorisierten Kreuzlingerinnen.

Trotzdem starten die Neuendörferinnen am Samstag als klare Aussenseiterinnen ins Halbfinalspiel gegen die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau. Dessen ist sich auch Simone Gaugler bewusst: «Jede Einzelne von uns muss über sich hinauswachsen, damit wir das packen können.»

Allenfalls wird das Heimpublikum zu einem Vorteil für die Neuendörferinnen. «Letztendlich ist es natürlich immer noch ein Faustballspiel, aber mental ist es sicherlich ein Vorteil, dass uns das Dorf den Rücken stärkt und uns anfeuert», blickt Gaugler voraus. Das Ziel der Neuendörferinnen für das Final4-Turnier ist klar: «Wir wollen vor unserem Heimpublikum wieder eine Medaille gewinnen, nachdem wir letztes Jahr das Bronzespiel verloren haben.»

Acht Jahre nach dem letzten Finalevent in Neuendorf ist der Verein bemüht, wieder einen tollen Faustballevent auf die Beine zu stellen. «Wir geben uns grosse Mühe, um auf der leeren Wiese ohne Klubhaus eine coole Faustballarena mit Festzelt und entsprechendem Angebot aufzubauen», sagt OK-Mitglied Lars Haller.

Damit das gelingt, haben die Verantwortlichen schon frühzeitig mit der Organisation begonnen. Die erste OK-Sitzung ging bereits im vergangenen Dezember über die Bühne. Das siebenköpfige OK wird dabei von Ex-Vereinspräsident Marc Flück geführt. «Insgesamt sind es rund 700 freiwillige Helferstunden, die nötig waren, um diesen Final4-Event zu organisieren», sagt Haller.

Er und seine Mitstreiter hoffen auf zahlreiches Publikum an den beiden Spieltagen. «Und wer weiss, vielleicht kann der Event ja den einen oder anderen Faustballfreudigen dazu bewegen, im Oktober an unserem Plauschturnier teilzunehmen», hofft Lars Haller.

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