Unihockey
Fankhauser verhilft der Schweiz zum Sieg

Die Schweiz gewinnt den WM-Viertelfinal gegen Norwegen souverän mit 11:5. Damit stehen die Gastgeber am Samstag im WM-Halbfinal gegen Titelverteidiger Finnland.

Michael Schenk
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Philipp Fankhauser (links) glänzt.

Philipp Fankhauser (links) glänzt.

Ehre, wem Ehre gebührt. Am «Samichlaustag herrschte viel rot-weisser Verkehr auf dem Parkett der Wankdorfhalle. Norwegen und die Schweiz, die sich im Viertelfinal der Unihockey-WM gegenüberstanden, trugen den angesagten Partnerlook. Allein, auf die Bärte haben beide Equipen verzichtet. «Es gab Spieler, die Mühe bekundeten – mich hat es nicht gestört», hielt Philipp Fankhauser zum einträchtigen Stil fest.

Der Wiler Stürmer erzielte kurz vor Ende des ersten Drittels das 3:1 für die Gastgeber. Ein eminent wichtiger Treffer; denn kurz zuvor hatten die Norweger auf 1:2 verkürzen können. «Es war gut, dass wir mit einem 2-Tore-Vorsprung in die erste Pause konnten», sagte Fankhauser. Der Treffer war nicht nur zentral, sondern auch eine Art Geschenk aus dem Sack des Samichlaus fürs Publikum. Einmal um die eigene Achse gedreht, stand der 22-Jährige plötzlich direkt am kurzen Pfosten und just vor Norwegens Goalie. Mirakulös lupfte der Schweizer dann den Ball aus dieser Situation in die hohe Ecke.

Bis auf 9:1 davongezogen

Kurz nach Beginn des Mitteldrittels wurden dann die Gäste aus dem hohen Norden förmlich im Minutentakt nicht zu Gritti-Bänzen, aber Gritti-Hakans, Gritti-Oles oder Gritti-Frederiks verarbeitet. Sukzessive erhöhten die Schweizer ihren Vorsprung bis auf 9:1. Der Sack war damit selbstverständlich zugemacht – der Sieg den Schweizern. «Wir mussten aber schon Vollgas geben, auch wenn es vielleicht im letzten Drittel nicht mehr ganz so ausgesehen hat», sagte Fankhauser. Entscheidend zum klaren Erfolg beigetragen habe auch «dass wir mit drei, in der Schlussphase gar mit vier Linien spielen konnten.» Die Norweger ihrerseits liessen ihr Werk dagegen primär von zwei Formationen anrichten.

Da, um zu gewinnen

Nach dem souveränen Auftritt im Viertelfinal stehen die Schweizer jetzt vor der Tür zum grossen Final. Morgen treffen sie im Halbfinal auf den Titelverteidiger und Goldmedaillengewinner der letzten beiden WM – Finnland. Coach war übrigens in beiden Fällen der heutige Schweizer Nationalcoach Petteri Nykky.

Fankhauser blickt der Partie gegen Suomi so entgegen: «Wir konnten uns im Turnier bislang von Spiel zu Spiel steigern. Jetzt wollen wir gegen Finnland noch einen drauflegen.» Dass man die Finnen schlagen kann, davon ist der Leistungsträger bei Serienmeister Wiler-Ersigen überzeugt: «Dafür sind wir hier. Nun, mit solchen Fankhauser-Zaubertoren wie gegen Norwegen werden auch die Finnen nichts zu lachen haben.

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