Daniel Steiner und der EHC Biel – das hat in der vergangenen Saison harmoniert: 12 Tore in der Quali, 9 Tore in den Playouts. Steiner zeichnete sich damit während der heissesten Phase rund um den Ligaerhalt als bester Schweizer Stürmer der Seeländer aus. Doch im Frühsommer verkrachte sich der Emmentaler mit Trainer Kevin Schläpfer.

Steiner musste per sofort den NLA-Verein verlassen und bestritt in der Folge das Sommertraining mit dem EHC Olten. Es sah danach aus, als würde Steiner in der NLB zu einem Neuanlauf ansetzen. Doch vor einer Woche, am Tag des Saisonstarts gegen Visp, folgte die Wende: Steiner packte am Morgen im Kleinholz seine Sachen, weil er sich mit Biel nicht über eine Vertragsauflösung einigen konnte.

Der EHC Biel bot Daniel Steiner an, den Vertrag unter speziellen Konditionen aufzulösen: Liesse sich Steiner in der NLB anstellen, würden die Seeländer einen grösseren Anteil seines Jahresgehalts übernehmen als dies bei einer Anstellung eines Direktkonkurrenten in der NLA der Fall wäre. Ein Wechsel käme einem oberklassigen Verein also deutlich teurer zu stehen als beispielsweise einem EHC Olten. Daniel Steiner, der sich die NLA für diese Saison partout nicht abschminken will, möchte dies offensichtlich nicht akzeptieren.

Was zunächst nach einer beschlossenen Zusammenarbeit aussah ist nun in weite Ferne gerückt: Wegen persönlichen Differenzen finden der EHC Biel und Daniel Steiner keinen gemeinsamen Nenner, weshalb Steiner vorläufig nicht unter Maurizio Mansis Fittiche kommt.

Was zunächst nach einer beschlossenen Zusammenarbeit aussah ist nun in weite Ferne gerückt: Wegen persönlichen Differenzen finden der EHC Biel und Daniel Steiner keinen gemeinsamen Nenner, weshalb Steiner vorläufig nicht unter Maurizio Mansis Fittiche kommt.

Entscheid bis Mitte November?

Die Fronten haben sich noch mehr verhärtet. Keine der Parteien rückt von ihrer Forderung ab. Brisant: Der EHC Biel hat den finanziellen Schnauf, den Vertrag mit Steiner für die laufende Saison einzugehen, obwohl der 36-Jährige bei den Seeländern definitiv nicht mehr erwünscht ist und keine Sekunde spielen wird.

Nimmt Daniel Steiner mit dem Vertragspoker in Kauf, im Herbst seiner Karriere kein einziges Spiel zu bestreiten? Steiner selbst will sich auf Anfrage nicht zu seiner aktuellen Situation äussern und weist auf seinen laufenden Vertrag mit Biel hin. Aus seinem Umfeld ist zu erfahren, dass er spätestens bis Mitte November – rund um die Nationalmannschaftspause – eine Lösung gefunden haben will.

Beim EHC Olten rechnet man hinter vorgehaltener Hand mit weniger als 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass ein Wechsel des langjährigen NLA-Spielers, der in 749 Spielen stolze 436 Skorerpunkte sammelte, doch noch vollzogen werden kann. EHCO-Sportchef Köbi Kölliker will dazu keine Einschätzung abgeben, sagt aber: «Dänu sollte meine Telefonnummer haben. Aber wenn er nicht will, bleibt uns nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren, sagt Kölliker und ergänzt: «Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und auf die Spieler setzen, die uns zur Verfügung stehen.»

Die Chancen, dass Steiner damit in absehbarer Zeit im Kleinholz seine Schlittschuhe wieder schnürt, sind verschwindend klein geworden. Ausser er entscheidet sich, seinen NLA-Traum – zumindest für diese Saison – zu begraben.

EHC Olten vs  EHC Visp, Highlights

EHC Olten vs EHC Visp, Highlights

Die Highlights des Saisonauftakts des EHC Olten gegen Visp - ohne Daniel Steiner, der an diesem Tag seine Koffer packte.