Fussball

Fabian Furrer hinterlässt beim FC Welschenrohr ein Loch in der Kasse

Mit dem Heimspiel gegen den SC Blustavia startet der FC Welschenrohr am Mittwoch in die neue Zweitliga-Saison. Fabian Furrer hat nach 28 Jahren bei den Thalern seine Aktiv-Karriere beendet. Jetzt ist er Sportchef und Vize-Präsident.

18 Jahre verbrachte Fabian Furrer in der ersten Mannschaft des FC Welschenrohr, also mehr als die Hälfte seines bisherigen Lebens. Bereits in seinen Jugendjahren gab es nur diesen einen Klub für Furrer, weshalb er nun nach 28 Jahren des Fussballspielens auch bei diesem Klub seine Schuhe an den Nagel hängt.

Diesen Zahlen muss allerdings richtigkeitshalber angefügt werden, dass Furrer mal für die Junioren-Gruppierung Bechburg auflief. Diese entsprach damals in etwa dem heutigen Verbund «Thal United», war in Balsthal beheimatet, der FC Welschenrohr war jedoch Teil dieser Gruppierung. Zudem hätte diese Geschichte bereits 2003 ein jähes Ende finden können.

Beinahe-Transfer zu Grenchen

Der FC Grenchen bekundete in diesem Jahr nämlich Interesse am Welschenrohrer Stürmer, weshalb Furrer die Sommervorbereitung in der Uhrenstadt absolvierte. Da ein Leihgeschäft nicht zustande kam und Grenchen die Ausbildungsentschädigung nicht bezahlen wollte, scheiterte der Deal.

«Aber auch bei mir fehlte die letzte Überzeugung und beruflich hatte ich auch andere Pläne», blickt Furrer zurück. Genau dann begann er nämlich mit seinem Studium, weshalb er nicht bereit war, so viel Zeit wie nötig gewesen wäre in den Fussball zu stecken. Ausserdem habe es ihm in Welschenrohr gut gefallen und er habe diesen Entscheid nie bereut.

Berufliche Karriere und Fussballkarriere standen beim «Head Of Logistics» der Bystronic Laser AG nicht nur 2003 im Konflikt, denn eine Weiterbildung war ein Mitgrund für das Karriereende nach der Saison 15/16. Auch Rückenprobleme erschwerten dem 34-Jährigen das Fussballspielen, weshalb er nun den «genau richtigen Zeitpunkt» gefunden habe. Er konnte in der 2. Liga aufhören, wo alles begonnen hatte und seine Leistung reichte auch am Ende seiner Karriere noch, um dort mitzuhalten, was zwei weitere wichtige Aspekte für Furrer darstellte. Ein Comeback im Fanionteam schliesst er kategorisch aus.

Nicht immer ein Vorbild

«Fäbu war über Jahre immer einer, der im Training Leidenschaft und Einsatzbereitschaft vorlebte und einforderte», beschreibt FCW-Trainer Christoph Büschi seine ehemalige Nummer elf. Leidenschaft zeigte Furrer dann auch während den Partien und holte sich bei den Schiedsrichtern unzählige Gelbe Karten wegen Reklamierens, weshalb er dem Team auch in der Mannschaftskasse ein grosses Loch hinterlassen wird. «Wegen Schiedsrichterbeleidigungen bin ich aber nie direkt mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden», stellt Furrer klar, welcher sich privat gerne mit Reisen in den hohen Norden die Abkühlung von den hitzigen Diskussionen auf dem Platz holt.

Furrer wird dem FCW auch nach dem Ende seiner Aktivkarriere nicht abhandenkommen. Er wird nun die Stelle des Sportchefs besetzen und gleichzeitig als Vizepräsident amten. Der Einbau von Junioren sowie das Durchführen von Transfers und die Verantwortung für die sportlichen Belange der Aktivteams stehen dabei im Vordergrund. Das Fanionteam wird somit trotz des Rücktritts als Fussballer noch weiter von Furrers Arbeit profitieren können.

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