Eishockey
Ex-Olten Goalie Tobler bleibt bis Saisonende beim EV Zug

Der EV Zug hat sich in der Goalie-Frage festgelegt: Der vom EHC Olten geholte Michael Tobler soll bis Saisonende das Tor der Zentralschweizer hüten. Im Gegenzug leiht Zug Keeper Robin Kuonen sowie Stürmer Cédric Schneuwly an die Solothurner aus.

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Michael Tobler: Bleibt vorläufig in Zug.

Michael Tobler: Bleibt vorläufig in Zug.

KEYSTONE

Tobler hält nach fünf Spielen bei einer Fangquote von 92,65 Prozent oder 1,97 Gegentoren. Keiner von vier ebenfalls in dieser Saison eingesetzten EVZ-Goalies erreichte diese Bilanz (Brian Boucher, Kuonen, Eero Kilpelainen, Gianluca Hauser).

Das Kader des EHC Olten hat im Gegenzug eine weitere Verstärkung erfahren: Von Liga-Konkurrent Langnau stösst Cédric Schneuwly zu den Oltnern. Die Übernahme des 21-jährigen Angreifers steht im Zusammenhang mit der Vereinbarung, Michael Tobler bis Saisonende an den EV Zug auszuleihen. Schneuwly spielte nämlich nur mit einer B-Lizenz im Emmental, wurde von den Zugern jetzt aber an den EHCO abgegeben. Dass mit der jüngsten Verpflichtung nicht nur das eigene Kader verstärkt, sondern gleichzeitig jenes des ersten Verfolgers geschwächt worden ist, will EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli nicht verneinen. Die Anfrage des EV Zug, Michael Tobler nicht nur bis Ende Januar, sondern den Rest der Saison übernehmen zu können, habe man eingehend diskutiert: «Es war eine wirklich schwierige Entscheidung, doch nach Rücksprache mit den beiden Coaches sowie dem Präsidium haben wir uns für diese Lösung entschieden.»

Bäumle klare Nummer 1

So wird Goalie Thomas Bäumle den Rest der Saison als klare Nr. 1 in Angriff nehmen. «Er hat bewiesen, dass er die beste Leistung bringt, wenn er das hundertprozentige Vertrauen geniesst», so Rötheli, zudem verfüge man mit Kuonen über eine Nr. 2, welche ihr Können in sämtlichen Nachwuchs-Nationalmannschaften und auch bereits auf Stufe NLA unter Beweis gestellt habe. Mit Blick auf die nunmehr 18 Mann starke Offensivabteilung spricht Rötheli die letztjährigen Playoffs an. «Da hatten wir plötzlich neun verletzte Stammspieler.Diesmal wollen wir dem Trainer ein Kader zur Verfügung stellen, damit er den nächsten Schritt machen kann.» Es ist nicht ausgeschlossen, dass der EHCO noch weitere Zuzüge tätigt. Zwar schloss gestern um 24 Uhr das Transferfenster für B-Lizenzen, doch am Tag nach der letzten Qualifikationsrunde können noch Spieler jener beider Teams verpflichtet werden, welche die NLB-Playoffs verpasst haben. Rötheli: «Wir werden selber aber wohl kaum mehr gross aktiv werden.