Turnen
Etziker Turner wollen Meisterschaften gewinnen – müssen aber auch helfen

Vor dem Eidgenössischen Turnfest in Biel will der TV Etziken an der Regionalen Meisterschaft im Vereinsturnen den Sieg in der Grossfeldgymnastik verteidigen. Fast alle der rund 100 aktiven Mitglieder des Vereins, werden im Wasseramt im Einsatz sein.

Sandra Witmer
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Der TV Etziken strebt den Titel in der Grossfeldgymnastik an.zVg

Der TV Etziken strebt den Titel in der Grossfeldgymnastik an.zVg

Es kitzelt vom Scheitel bis in die Zehenspitzen – bei jeder Turnerin und jedem Turner. Bis zum Start des Eidgenössischen Turnfests in Biel dauert es keine zwei Wochen mehr. Das «Eidgenössische» findet nur alle sechs Jahre statt, mit 60 000 aktiven Turnern ist es der grösste Breitensportanlass der Schweiz. Logisch schlägt das Turner-Herz schneller und steigt die Fieberkurve in den Vereinen.

Besondere Aufregung dürfte derzeit bei den Mitgliedern des TV Etziken herrschen. Sie haben nämlich bereits vor dem «Eidgenössischen» den regionalen Titel in der Grossfeldgymnastik zu verteidigen. Letztes Jahr gewann Etziken in Solothurn drei Rangpunkte vor Biberist Aktiv. «Den Sieg wollen wir unbedingt verteidigen», sagt Oberturner Jan Frei. Die Form stimmt, der Turnverein ist bereit.

Nur hat es sich Etziken nicht gerade einfach gemacht: Der Verein organisiert die Regionale Meisterschaft gleich selber. Fast alle der rund 100 aktiven Mitglieder stehen im Einsatz. «Diejenigen, die an der RMV turnen, übernehmen halt Morgen- oder Abendschichten», erklärt Ramon Felder, Vereinspräsident und OK-Präsident. Die Zeit vor dem Wettkampf ist den Wasserämtern heilig: Nach dem üblichen Aufwärmen wird nicht mehr geredet, dann herrscht volle Konzentration. Das Programm wird durchgeturnt, die Barrenturner sieht man nicht selten mit geschlossenen Augen an einem imaginären Barren die einzelnen Bewegungen durchführen – was dann aussieht wie bei den Skifahrern, die im Kopf die Strecke fahren und die Arme dazu bewegen.

Einige Turner des TV Etziken stehen gleich mehrfach sportlich im Einsatz. Neben der Grossfeldgymnastik zeigen die Etziker auch ihr Stufen- und ihr Barrenprogramm. «Hier rechnen wir uns weniger Chancen aus», gesteht Jan Frei. An den Geräten gelten die Kaufleute Solothurn als grosser Favorit. Mit einer 9.53 erreichten die Stadtsolothurner an ihrer Heim-RMV letztes Jahr eine Glanznote im Finale. Die Favoritenrolle steht den Kaufleuten auch im Team Aerobic zu.

Ebenfalls nicht mitmischen werden die Etziker in den Kategorien Gymnastik Kleinfeld und Gymnastik Bühne, wo der Vorjahressieger aus Subingen dieses Jahr wieder harte Konkurrenz erhält: Nach längerer Abwesenheit tritt der mehrfache Schweizer Meister STV Langendorf wieder an. Die Ausgangslage für die Wettkämpfe ist also äusserst spannend. So dürfte es am Wettkampf auch den einen oder anderen Zuschauer am Scheitel kitzeln.