Fussball
«Es liegt noch etwas mehr drin»

Solothurn hat seinen Rhythmus langsam gefunden und Trainer Roland Hasler sieht positiv nach vorne. In seinen Augen hat die Mannschaft viel Potential.

Hans Peter Schläfli
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Solothurner Zeitung

Sein Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen. «Wir wollen auf die linke Seite im Teletext», sagte Trainer Roland Hasler im Sommer, unmittelbar vor dem Saisonstart der 1.Liga. Vor dem letzten Spiel des Jahres gegen Dornach liegt der FCSolothurn nun tatsächlich auf Platz7. Und Hasler bleibt optimistisch: «Es liegt im Frühling noch etwas mehr drin.»

In der Gruppe 2 haben sich Schötz und Breitenrain leicht abgesetzt, aber dahinter liegt das Mittelfeld eng zusammen. Mitten drin auch Solothurn mit nur vier Punkten Rückstand auf Platz 3, welcher in der Endabrechnung die Qualifikation für die Aufstiegsspiele bedeuten könnte. «Wenn wir weiter so auftreten wie beim 3:1-Sieg gegen Basels U21-Nachwuchs, dann können wir noch den einen oder anderen Gegner überholen», meint Hasler.

Nach einem Fehlstart mit 2 Punkten aus den ersten 5 Spielen ist es Solothurn immer besser gelaufen. «Die neuen Spieler brauchten etwas Zeit, um meine Philosophie kennen zu lernen, und die Automatismen funktionierten am Anfang auch noch nicht.

Selbst in der Phase, als es noch nicht gut lief, habe ich immer das Vertrauen des Vereins, des Teams und der FCS-Trainerkollegen gespürt», blickt Hasler zurück. Laut dem Trainer haben alle wichtigen Spieler bereits signalisiert, dass sie bei Solothurn bleiben werden. Nach dem Schnitt im Sommer, als das Team mit 11 neuen Spielern total umgekrempelt wurde, soll nun wieder Kontinuität angestrebt werden.

Mit der Rückkehr von Patrick Hasler, der im Ausland weilte, wird Solothurn ab Frühling im Mittelfeld mehr Alternativen haben. «Wir sind immer dran, mögliche Verstärkungen zu beobachten, aber im Moment ist kein Transfer spruchreif», sagt der FCS-Trainer.

Er wagt einen Blick noch weiter in die Zukunft. Wenn die Challenge League auf 10 Teams verkleinert wird, soll auch eine 1.Liga Promotion geschaffen werden. «Diese Promotionsliga wäre interessant für Solothurn», sagt Hasler. «Aber wir werden nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. Also muss der Verein zunächst noch die Ressourcen schaffen, und wir arbeiten alle daran. In der Promotionsliga wird professionell Fussball gespielt, und deshalb wird ein Budget von mindestens 1 Million Franken nötig sein, um dort mithalten zu können.»