2. Liga inter

Es ist Derbyzeit! Die Solothurner Klubs können sich auf viele Duelle gegen Kantonsrivalen freuen

Auf der Dulliker Ey findet am Sonntag das erste von vielen Solothurner Derbys der neuen 2.-Liga-inter-Saison statt. Der FC Olten gastiert im Niederamt.

Auf der Dulliker Ey findet am Sonntag das erste von vielen Solothurner Derbys der neuen 2.-Liga-inter-Saison statt. Der FC Olten gastiert im Niederamt.

Wangen, Dulliken und Olten können sich diese Saison in der 2. Liga inter auf zahlreiche Derbys freuen. Der Aufsteiger FC Biberist dagegen ist der grosse Aussenseiter.

Dass die beiden Nachbarn FC Wangen und FC Olten sowie der FC Dulliken einmal in der gleichen Liga gegeneinander antreten würden, war vor ein paar Jahren noch unvorstellbar. Doch nach dem Abstieg des FC Wangen aus der 1. Liga kommts diese Saison zum grossen Kräftemessen der Rivalen in der 2. Liga inter.

In dieser konnten sich Olten und Dulliken in den letzten Jahren etablieren. Vor allem der Stadtklub hat sein Kader auf die morgen beginnende Saison deutlich verstärkt und wird sich, wie auch Dulliken, nicht mehr nur mit dem Ligaerhalt begnügen.

Der FC Wangen ist die Wundertüte der Drei. Der Abstieg hatte auf der Chrüzmatt einen Spieler-Exodus zur Folge. Der neue Trainer Juan Castro musste praktisch ein komplett neues Team zusammenbasteln. Auf welchem Level dieses sei, werde sich erst nach ein paar Spielen zeigen, sagte er. Zum Auftakt treffen die Wangner morgen um 17 Uhr auswärts auf den FC Rothrist.

Die Spielstätte des Ex-Erstligisten FC Wangen ist die Chrüzmatt.

Die Spielstätte des Ex-Erstligisten FC Wangen ist die Chrüzmatt.

Auf der Ey steigt am Sonntag um 14 Uhr bereits das erste Derby der neuen Saison. Der FC Olten gastiert beim FC Dulliken. Die beiden lieferten sich schon in den letzten drei Saisons heisse Duelle. Interessant: Alle drei Trainer sind bemüht, die Rivalitäten herunterzuspielen.

Die Derbys seien für die Zuschauer sicher attraktiv und für die Spieler speziell, weil sie sich kennen. Am Ende gäbe es für einen Sieg im Derby aber auch nur drei Punkte, dies der allgemeine Tenor unter den Trainern. Gut möglich aber , dass der Ton je nach Verlauf der Saison noch angriffiger wird. Immerhin geht es doch um die Vormachtstellung in der Region.

Lieber mit Biel in der Gruppe

Und dann wäre da noch Biberist: Der Aufsteiger komplettiert zwar das Solothurner Quartett in der 2. Liga inter, ist aber doch eher das fünfte Rad am Wagen. Nicht weil die Wasserämter nichts zu suchen hätten in der 2. Liga inter, sondern aus geografischer Sicht.

So wähnt sich denn auch Trainer Vincenzo Salerno etwas in der falschen Gruppe: «Für uns wäre die Gruppe mit Biel interessant gewesen. Nur schon wegen den Spielen in der Tissot Arena.» Spiele gegen Wangen, Olten und Dulliken hätten für Biberist überhaupt keinen Derby-Charakter. «Subingen und Iliria, die letztes Jahr oben waren, schon eher.»

Der FC Olten trägt seine Heimspiele auf dem Sportplatz Kleinholz aus.

Der FC Olten trägt seine Heimspiele auf dem Sportplatz Kleinholz aus.

Die Gruppe 5 hat laut Salerno noch einen anderen grossen Nachteil. Sie ist in seinen Augen überdurchschnittlich stark besetzt. «Da sind etwa sechs, sieben Mannschaften mit dabei, die noch weiter rauf wollen. Muri, Pajde, Zofingen, das Team Aargau U21 oder auch der FC Wangen zum Beispiel.»

Er hofft, dass seine Mannschaft von den Konkurrenten zu wenig erst genommen wird: «Sie werden uns auf jeden Fall unterschätzen.» Er freue sich darauf, endlich wieder einmal nicht der Favorit zu sein und ohne Druck aufzutreten. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Salerno. Das Abenteuer 2. Liga inter beginnt für Biberist morgen um 16 Uhr auswärts in Zürich beim FC Blue Stars.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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