Nachwuchs-SM

Es hat nur ganz wenig gefehlt – Mischa Lanz verpasst den Flug und den Titel

Mischa Lanz wollte bei seiner letzten Nachwuchs-SM-Teilnahme den Titel.

Mischa Lanz wollte bei seiner letzten Nachwuchs-SM-Teilnahme den Titel.

Es hat nur ganz wenig gefehlt zum perfekten Ende für Mischa Lanz (N3, 44). Der Hägendörfer, der als Turniernummer drei in seine letzten Junioren Schweizer Meisterschaften in der Halle gestartet war, steigerte sich im Verlauf des Turniers kontinuierlich.

Nach verlorenem Startsatz in der ersten Runde gegen Aussenseiter Noah Elia Niederer (R1) gewann er die Sätze zwei und drei souverän. Den Viertelfinal gegen Nico Bärlocher (N4, 147) sicherte er sich in zwei Durchgängen und qualifizierte sich damit für das Halbfinalduell mit dem top gesetzten Henry von der Schulenburg (N3, 32).

Und in diesem Kräftemessen, das über drei Sätze ging, war es Mischa Lanz, der das bessere Ende für sich behielt. 6:4, 4:6, 6:2 lautete das Verdikt. «Es war ein super Match mit vielen engen Ballwechseln. Im dritten Satz war ich der offensivere Spieler und versuchte, ihn mit dem ersten Schlag des Ballwechsels unter Druck zu setzen. Damit hatte er Mühe», analysierte Lanz. «Die Nummer eins des Turniers zu schlagen, ist toll, auch wenn die Partie leider über drei Sätze ging und ich daher Kräfte lassen musste für den Final.»

Aargauer Spielverderber

Auf dem Weg zum Titel, den sich Mischa Lanz zum Ziel gesetzt hatte, fehlte damit bloss noch ein Sieg. Sein Gegner im Final war etwas überraschend der Aargauer Jonas Schär (N3, 60), der sich als ungesetzter Spieler für die Endausmarchung um die Goldmedaille qualifiziert und dabei sowohl im Viertel-, als auch im Halbfinal einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Und Schär wurde auch im Final zum Spielverderber.

In einer ausgeglichenen und hart umkämpften Begegnung war es Schär, der den Platz als Sieger verlassen konnte. Lediglich ein paar wenige Punkte machten beim 7:5, 6:4-Sieg den Unterschied aus. «Das war eine sehr knappe Sache. Ich habe alles probiert und alles gegeben, aber leider hat mir am Ende die mentale Frische etwas gefehlt. Obwohl es nicht für den Titel gereicht hat, kann ich stolz sein auf meine Leistung», bilanzierte Lanz, der bereits diese Woche bei einem ITF-Turnier der ersten Kategorie in Tschechien auflaufen wird. Den geplanten Flug gestern Abend um 17:30 Uhr verpasste er wegen des Finals und musste daher eine rund siebenstündige Autofahrt auf sich nehmen.

Quintett früh ausgeschieden

Für alle weiteren Solothurner Teilnehmer endeten die Schweizer Meisterschaften bereits früh. Nicolas Kobelt (R2, U14) verlor genauso bei seinem ersten Spiel wie Chérine Amiet (R2), Aengi Kuoni (R3) und Matira Ferrarini (R2), die ebenfalls in der Kategorie U14 angetreten waren. Immerhin ein Match konnte Anina Lanz (R2, U14) gewinnen, ehe sie sich Karolina Kozakova (R2) geschlagen geben musste.

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