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Erstliga-Derby: Grosse Worte versus zwei Tore

«Nicht Worte sondern Taten sind gefordert» prägte FCS-Trainer Roland Hasler seinem Team vor dem Gang nach Grenchen ein und zielte dabei auf den in den Medien siegessicheren FCG hin. Der FC Solothurn gewann das Derby tatsächlich mit 2:0.

Mike Brotschi
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Bild mit Symbolcharakter: Der Grenchner Mujic (am Boden) muss gegen Solothurns Lopes unten durch. mbg

Bild mit Symbolcharakter: Der Grenchner Mujic (am Boden) muss gegen Solothurns Lopes unten durch. mbg

Solothurner Zeitung

«Die Wahrheit liegt auf dem Platz und das hat mein Team heute nahtlos und perfekt demonstriert. Ich muss meiner Elf ein grosses Kompliment machen, denn bei einer Niederlage wären wir heute ganz nach hinten abgerutscht», sagte Hasler nach dem 2:0-Sieg über Grenchen.

Solothurn gab Gas

Die Ambassadoren gingen von Beginn weg aggressiver ans Werk. Noch bevor die Platzherren ein erstes Mal vor das Gästetor kamen, hatten sie einige brenzlige Szenen zu überstehen. Auf der Gegenseite dauerte es beinahe eine halbe Stunde, ehe es vor Molina gefährlich wurde. Beim Scharfschuss von Franjic hätte Molina nicht den Hauch einer Chance gehabt. Zum Glück für den FCS, flog der Ball um Zentimeter am entfernten Pfosten vorbei. In der 39. Minute verlor Moser im Mittelfeld den Ball an Munoz, welcher blitzartig Steffen lancierte.

Wiederum konnte sich der FCG bei seinem Hintermann bedanken, der den Winkel geschickt verkürzte und so den Schuss noch um den rechten Pfosten lenkte. Etwas später flog eine scharfe Flanke von links über die gesamte Grenchner-Verteidigung bis zum frei stehenden Ismajli. Dieser bedankte sich mit dem 0:1 für das Geschenk (42.). Die Pausenführung für das Hasler-Team entsprach durchaus dem Gezeigten.

Kurz nach Wiederaufnahme der Partie wurde Franjic im Strafraum von Ilic umgesäbelt. Zum Entsetzen der Grenchner sah der Unparteiische keinen Regelverstoss. FCG-Trainer Kilchenmann versuchte, mit einem Doppelwechsel, frischen Wind ins Spiel zu bringen. In der Tat bekamen die Platzherren das Spiel besser in den Griff. Ein Warnschuss von Franjic untermauerte dies auf eindrückliche Art und Weise (56.). Acht Minuten später brachte sich Walther in Abschlussposition, zielte aber knapp darüber.

FCG bremst sich mit roter Karte

Molina konnte sich dann bei einem weiteren Schuss von Franjic auszeichnen. Beinahe hätte dann Ismajli von einem Missverständnis in der FCG-Hintermannschaft profitieren können, als eine Goalierückgabe von Funaro zu kurz geriet und der Solothurner diese gut antizipierte. Für Molina hätte es nichts zu halten gegeben. Zehn Minuten vor Schluss brachten sich die Uhrenstädter durch einen Platzverweis von Trajkov, welcher gegen Liloia hart eingestiegen war, noch mehr in Rücklage. In Unterzahl versuchte es der FCG mit der Brechstange, fand aber gegen die gut stehende Solothurner Defensive kein Rezept und lief stets Gefahr ein Kontertor einzufangen. Dies passierte tatsächlich, als sich Hartmann zwei Minuten vor Schluss alleine vor Grosjean die Ecke auswählen konnte und zum 0:2 einschob.

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