Stammhüter Jeffrey Grosjean verletzte sich in der vorletzten Runde gegen die Basler Old Boys kurz vor Spielende an der Schulter. In Delsberg und gegen die Seeländer spielte für ihn der 16-jährige Colin Bähler. Bereits am 1. September in Schötz lief er für den erkrankten Grosjean auf. Nach seiner abgeklärten Leistung im Jura wurde der Luterbacher am Samstag am Kopf verletzt. Er prallte mit dem Bieler Mora zusammen und musste nach längerer Pflege auf dem Platz ins Bürgerspital überführt werden.

Sein Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak kann jedoch Entwarnung geben: «Bähler besuchte uns bereits im Dienstag-Training. Die Nacht auf den Sonntag musste er im Spital bleiben. Weil keine weiteren Kopfverletzungen festgestellt wurden, konnte er dieses bereits am Sonntag-Nachmittag verlassen. Er kann jedoch noch nicht spielen, dies wäre zu früh». Gegen Zofingen hofft Skrzypczak, wieder auf Jeffrey Grosjean zählen zu können. «Er steht seit zwei Wochen im Aufbautraining; entschieden wird nach dem Abschlusstraining vom Freitag, dies ist Variante 1», erklärt der FCS-Teamverantwortliche.

«Sicher bereit»

Variante 2 ist erneut Neel Kissling. Der Wolfwiler ist bereit: «Ich erhielt das Aufgebot für das Donnerstag-Training. Sicher bin ich bereit, wenn es mich braucht.» Das Aufgebot für das Biel-Spiel kam vergangene Woche kurzfristiger. «Am Freitag rief mich mein Trainer Kaan Kahraman an und bot mich für das Abschlusstraining der ersten Mannschaft am gleichen Abend auf und sagte, dass ich am Samstag auf der Bank sitzen werde», erzählt der B-Junior.

«Man erhält nicht alle Tage die Möglichkeit, mit der ersten Mannschaft zu trainieren, das hat mich sehr gefreut», sagt der Gymnasiast, der im Profil Wirtschaft und Recht im ersten Jahr die Kantonsschule in Olten besucht. «In diesem Spiel ist sehr viel gelaufen und es war ein spezieller Moment, in diesem Spitzenspiel beim Stand von 1:0 aufs Feld zu gehen. Das Team hat mich super aufgenommen und voll gekämpft, sodass kein Schuss aufs Tor kam; ein Kompliment an die Spieler, sie haben top reagiert auf diesen schwierigen Moment», beschreibt Kissling seinen Einstand.

«Nervös bin ich schon gewesen, im Spiel selber ist aber keine grosse Nervosität mehr aufgekommen, vielmehr ging der Puls durch das 2:0 und das 3:0 runter», so Kissling weiter. Durch seinen Vater Michael Kissling, der Technische Leiter Junioren beim FC Wolfwil, kam er übrigens zum Fussball. Sein Talent wurde früh entdeckt. Bereits als D-Junior, als 11-Jähriger, kam der am 29. Juli 2003 Geborene zum FC Solothurn.

Zwei Gesperrte gegen Zofingen

Vor dem Zofingen-Spiel beschäftigt Trainer Dariusz Skrzypczak nicht nur die Besetzung des Torhüterpostens. Shpetim Arifi und Hannes Hunziker sind nach ihren je vierten Gelben Karten gesperrt. «Es wird langsam eng», stellt der Pole fest. Hingegen kann er die Rückkehr von Loris Micelli vermelden, derweil die Hüftprobleme bei Massimo Veronica mit einem MRI am Mittwoch genauer untersucht wurden.

«Nach dem Sieg gegen den FC Biel haben wir noch mehr Selbstvertrauen. Wir wollen uns zudem bei Zofingen für die Vorrundenniederlage revanchieren und mit einem Sieg vom eigenen Publikum in die Winterpause verabschieden», gibt Skrzypczak vor. Und: «Der SC Zofingen wird einen unangenehmen Gegner abgeben, der kämpfen wird bis zum Gehtnichtmehr», sagt Solohurns Teamverantwortlicher. Dem Gast würde er höchstens ein Gegentor seines Sohnes Dawid – wie im Hinspiel – zugestehen.