Hornussen

Erste Juniorenmeisterschaft im Schwingen

Neue Fenster öffnen: Mit einem zusätzlichen Angebot sollen Jugendliche beim Hornussen gehalten werden.

Neue Fenster öffnen: Mit einem zusätzlichen Angebot sollen Jugendliche beim Hornussen gehalten werden.

Um die Jugend im Sport zu halten, findet heuer erstmals eine Juniorenmeisterschaft statt. «Wir sind bestrebt neue Fenster zu öffnen, sprich, den Sport so attraktiv wie möglich zu halten», sagt Verbandspräsident der Hornusser Peter Widmer.

Noch als Ressortleiter Nachwuchs hat der heutige Verbandspräsident der Hornusser, der Heimiswiler Peter Widmer, die Juniorenmeisterschaft ins Leben gerufen. In deren Rahmen treffen ab Mitte Mai erstmals Achter-Teams im Alter von 17 bis und mit 20 Jahren aufeinander.

Wobei die Aktiven aus verschiedenen Gesellschaften, auch zweckverbandsübergreifend, stammen können. Gespielt werden drei Runden plus Final. Die erstplatzierte Equipe nach vier Runden ist Junioren-Schweizer-Meister.

Die «kritische» Altersklasse

«Wir sind bestrebt», räumt Widmer ein, «neue Fenster zu öffnen.» Sprich, den Sport so attraktiv wie möglich zu halten. «Die Konkurrenz an Freizeitaktivitäten ist gross – damit kämpfen auch wir.» Mit der Juniorenmeisterschaft soll vorab die «kritische» Altersklasse angesprochen werden. Kritisch im Sinn, dass vielen Vereinen in dieser Alterskategorie viele Aktive verloren gehen. «Wir wollen in dieser Übergangsphase den Jugendlichen eine neue Wettkampfform anbieten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und mit wenig Aufwand verbunden ist», sagt Widmer. Mit dem klaren Ziel, die Spieler im Sport zu halten.

Zwölf Teams mit dabei

Für die erste Austragung dieser Junioren-Schweizer-Meisterschaft haben sich zwölf Teams eingeschrieben. Die Gruppennamen reichen, wider dem tierischen Ernst, von den «8 Urchigen» über die «Gschiri Cheibe» bis hin zu den «Längschläger Oberaargau». Verbandspräsident Widmer ist «sehr zufrieden» mit dem Melde-Ergebnis. «Wir sprechen hier von rund 100 Jugendlichen. Das entspricht rund 15 Prozent aller Aktiver in unserem Verband dieser Altersklasse.»

Teamgedanke im Vordergrund

Der Jugendlichkeit Rechnung getragen wird insbesondere auch durch den Modus. Da sich nur acht Spieler auf das ganze Ries von 180 Metern Länge verteilen, rückt das Abtun stark ins Rampenlicht. «Das war auch unserer Ziel», sagt Widmer.

Dadurch könnten auch weniger starke Schläger einen wertvollen Beitrag fürs Team leisten, führt der höchste «Nousser» im Land aus. Zum Einordnen: Bei den Aktiven, wo sich 16 bis 18 Mann im Ries verteilen, ist das Abtun inzwischen praktisch eine Selbstverständlichkeit.

Nousse, die ins Ries stürzen, sind eher selten. Die Schlagleistung, sprich die Weite, rückt somit nachdrücklich in den Vordergrund. Der Junioren-Modus verspricht da wesentlich mehr Dynamik – die Leistung jedes Einzelnen zählt. Sei es beim wesentlich anspruchsvoller werdenden Abtun oder mit einem «As» – einem Streich, der dem Gegner eine Nummer einbrockt.

Es wird ausgelost wer für die Platzorganisation zuständig ist

Dem Teamgedanken folgend werden immer drei Equipen in einen Match involviert sein. Eine schlägt, eine tut ab und eine zeichnet für die Spielleitung verantwortlich. Zudem wird ausgelost, welche Mannschaft sprich Gesellschaft für die Platzorganisation verantwortlich ist.

Damit sollen auch weiche Kompetenzen gefördert werden. Man wolle in dieser ersten Saison Erfahrungen sammeln, sagt Widmer. Altersgerecht sollen auch die Preise sein. Nebst Medaillen winken den Siegern Zusatzpreise. Gutscheine zum Beispiel. «Wir überlegen uns noch was genau», erklärt der Verbandspräsident. Klar ist jedoch: Fun und Teamgedanke sind Trumpf.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1