Beide Teams begannen vorsichtig und abtastend, doch man sah sofort, dass die Gäste ein gutes Mittelfeldpressing aufzogen und bei Ballbesitz schnell umschalteten. Die Einheimischen mussten somit gleich auf der Hut sein, dass sie nicht erwischt wurden.

Mit dem ersten gefärhlichen Angriff der Solothurner nach 10 Minuten, gelang jedoch der Führungstreffer. Brunner lancierte Oetterli, dieser drang in den Strafraum ein, umkurvte den letzten Gegner und traf flach. Mümliswil liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen, wirkte einfach agressiver in den Zweikämpfen und presste weiter gut.

Die Angriffe nahmen zu und Brand musste für Blustavia schon kurz danach auf der Linie retten. Die Defensivarbeit der Gastgeber war nicht über alle Zweifel erhaben. Das Mittelfeld war viel zu weit weg von den Gegenspielern und dadurch war die Abwehrkette immer wieder in Not.

Die Wende noch vor der Pause

Nach 20 Minuten konnten die Gäste verdient den Ausgleich erzielen. N. Ackermann wurde am Strafraum angespielt und dieser setzte sich gegen J. Marti im Dribbling durch, drängte Panzeri ab und traf cool und scharf ins lange Eck. Mümliswil blieb spielerisch besser, doch Blustavias Sturm konnte immer auch wieder Nadelstiche setzen und so blieb das Spiel chancenmässig ausgeglichen.

Nach einem umstrittenen Schiedsrichter-Entscheid führten die Mümliswiler kurz vor der Pause einen Einwurf schnell aus und überraschte so Blustavia: Marti kam an den Ball und spielte einen zu kurzen Rückpass, sodass Schärmeli alleine losziehen konnte. Auf seinen Hacken einwärts fielen Brand und Torwart Bleuler herein und er erzielte in die nähere Ecke das 1:2 zum Pausenstand.

Mümliswil verwaltet den Vorsprung geschickt

Nach dem Tee verwaltete Mümliswil den Vorsprung geschickt und während langer Zeit gelang es Blustavia nicht, den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Oetterli und Brunner war gut abgeschirmt und das Mittelfeld der Einheimischen konnte absolut keine offensiven Akzente setzen, sodass die Mümliswiler dem nächsten Treffer eher näher standen.

Erst eine Viertelstunde vor Schluss wurde Blustavia wieder gefährlicher. Nach einem Freistoss von rechts kam der Ball auf den völlig ungedeckten Spring, doch dieser schlug aus 5 Metern neben den Ball. Die Einheimischen setzten nun alles auf eine Karte und Angriff auf Angriff lief auf das Tor von Mümliswil und die Chancen zum Ausgleich kamen. 10 Minuten vor Schluss dann die grösste Möglichkeit des gesamten Spiels. Oetterli lief alleine auf das Tor von Mümliswil zu, der Torwart blieb auf 5 Metern stehen, doch Oetterli schoss aus 11 Metern, mitten vor dem Tor, weit daneben.

Unglückliche Niederlage

In den hektischen Schlussminuten lief zuerst der Mümliswiler J. Disler alleine aufs Tor, doch verfehlte er knapp und die Hoffnung für die Solothurner blieb. Die letzten 2 Bälle im Spiel hätten beinahe doch noch den Punkt gebracht. J. Marti scheiterte flach aus nächster Nähe an Torwart Gradwohl und Burkhard traf per Kopf in letzter Sekunde den Ball nicht richtig.

Insgesamt war es eine unglückliche Niederlage der Einheimischen, doch manchmal wäre es gescheiter etwas weniger mit den Schiedsrichtern zu hadern, dies gilt auch für die Bank, und sich dafür mehr auf das Spielgeschehen zu konzentrieren.

SC Blustavia - FC Mümliswil 1:2

Mittleres Brühl, Solothurn. – Tore: 11. Oetterli 1:0. 20. N. Ackermann 1:1. 41. Schärmeli 2:1.

Blustavia: Bleuler, Panzeri, J. Marti, Brand, Mollet, Torre (90. Burkhard), Falk, Wiestner (93. Zaugg), Spring (76. Arnold), Oetterli, Brunner.

Mümliswil: Gradwohl, Kanwar, Kamber, J. Müller, Kohler, J. Disler, Widmer, J. Ackermann (46. P. Wehrli, 93. R. Wehrli), D. Ackermann, N. Ackermann, Schärmeli (49. Reichlin).

Blustavia ohne: M. Marti, Noll (ET) (nicht eingesetzt), Morandi, Leiser, Ciancimino (verletzt), Ziltener, Klaus, S. Giger, M. Giger (Ferien)