«Weil mir Olten so gut gefällt», antwortet Björn Karlen lachend auf die Frage, weshalb er Anfang Jahr für eine weitere Saison als Mittelland-Cheftrainer zugesagt hat, «aber im Ernst: Wir haben von Anfang an längerfristig geplant, denn in einem Jahr erreichst du noch nicht viel.»

Mit den bisher erzielten Fortschritten ist der 38-jährige Unihockeytrainer aus Bern zufrieden: «Wir sind schon viel weiter gekommen, agieren schon deutlich disziplinierter und fokussierter. Noch liegt im taktischen Bereich aber einiges drin. Dieses Team verfügt über viel Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. Wir müssen lernen, gegen jeden Gegner über 60 Minuten konstant zu agieren. Konstanz zu erreichen, ist allerdings etwas vom Schwierigsten.»

Mindestens drei Punkte

Vor der abschliessenden Doppelrunde mit den Partien gegen die Bern Capitals, dem ehemaligen Klub von Karlen, und Schlusslicht Frutigen nimmt UM Tabellenplatz sechs ein. «Ich hoffe, wir können uns noch um einen Rang verbessern», sagt Björn Karlen, «damit wir eventuell den Bernern in der ersten Playoff-Runde aus dem Weg gehen können. Allerdings dürfte es schwierig werden gegen die Capitals. Am Sonntag in Frutigen müssen wir hingegen gewinnen.»

Bisher entschieden die Mittelländer praktisch alle Begegnungen für sich, die die Bezeichnung «Pflichtaufgabe» verdienten. Auch gegen die Topteams zeigte UM einige starke Leistungen. Deshalb ist für Karlen auch klar, dass in der entscheidenden Meisterschaftsphase extrem viel drinliege: «Die Playoffs könnten für uns schon nach zwei Partien zu Ende sein, aber wir könnten auch ganz weit kommen. An einem guten Tag können wir alle Kontrahenten schlagen. Wenn wir den Spannungsbogen hochhalten können und in einen Flow geraten, ist alles möglich.»

Also sogar der Aufstieg? «Sogar das, dafür müsste aber schon sehr viel zusammenpassen. Wir müssen jetzt auch noch nicht aufsteigen, aber längerfristig ist das sicher ein Ziel.» Die Vorgaben für die letzte Phase der Saison sind andere. «Auch wenn diese Aussage etwas für das Phrasenschwein ist: Wir nehmen Spiel für Spiel und wollen möglichst jede Partie für uns entscheiden.»

Es gibt nur noch hohe Hürden

Wen die Mittelländer in der ersten Playoff-Runde aus dem Weg räumen müssen, ist vor den letzten beiden Qualifikationsspielen noch nicht klar. Je nach Ausgang der restlichen Begegnungen sind drei Gegner möglich. «Am liebsten hätte ich Leader Konolfingen gehabt», sagt Björn Karlen, «die liegen uns gut. Dafür waren wir in der Qualifikation aber zu erfolgreich.» So wird es ein Team aus dem Trio Eggiwil, Bern Capitals und Schüpbach. «Es sind alles sehr schwierige Aufgaben», sagt der Stadtberner, «wenn ich mich entscheiden müsste, dann am ehesten Schüpbach.»