Handball NLB
Erfolgreicher Saisonstart für den TV Solothurn

Die ersten beiden Punkte sind im Trockenen. Die Solothurner Handballer schlagen im ersten Spiel den TV Birsfelden diskussionslos mit 33:26. Ein deutlicher Sieg, der gefällt, aber doch auch zeigt, dass noch Vieles verbessert werden kann.

Gaudenz Oetterli
Merken
Drucken
Teilen
Solothurns Martin Beer im Kampf um den Ball gegen den TV Birsfelden im Februar 2017.

Solothurns Martin Beer im Kampf um den Ball gegen den TV Birsfelden im Februar 2017.

Marcel Bieri

Noch einmal schnell in die Harzdose fassen, ein kurzer Pfiff und die neue NLB-Saison geht los. Zu Beginn der Partie vermutet man den Klebstoff jedoch nicht nur an den Händen der Spieler, auch der TVS-Motor scheint eher harzig anzulaufen.

Gleich im ersten Angriff verschiessen die Platzherren einen Strafstoss und der TV Birsfelden übernimmt das Spieldiktat und legt jeweils ein Tor vor.

Es dauert fast zehn Minuten, ehe der TVS zum ersten Mal selber in Führung gehen kann. «Wir haben in der ersten Halbzeit im Angriff einige freie Bälle verworfen und hinten einfache Treffer kassiert», analysiert Trainer Marco Kurth nach dem Spiel die Anfangsphase.

Dies sind auch die Gründe, wieso es den Solothurnern bei mehreren Gelegenheiten in der ersten Hälfte nicht gelingt, die Baselbieter zu distanzieren. Sowohl den Zwei-Tore-Rückstand nach elf Minuten, denjenigen Mitte Halbzeit (17. Minute/10:8) und sogar die vier Tore Differenz in der 21. Minute (13:9) macht Birsfelden mit seinem geduldigen und effizienten Angriffsspiel wett.

Dank eines direkt ausgeführten Freistosses quasi mit dem Halbzeitpfiff retten die Solothurner einen hauchdünnen Vorsprung in die Pause (16:15).

Breites Kader gibt den Ausschlag

Nach dem Seitenwechsel zeigt sich auch der TVS um einiges effizienter. Die Fehlwürfe werden weniger, die gehaltenen Bälle in der Defensive mehr. Für den 18-jährigen Neuzugang Lukas Rohr (ex-Elite-Junior BSV Bern Muri) bringt diese Phase die Entscheidung in der Partie.

«Gleich nach der Halbzeit haben wir uns dank der starken Abwehr ein kleines Polster erarbeitet, das war der Knackpunkt im Spiel», so Lukas Rohr, der seit dieser Saison voll beim TV Solothurn engagiert ist. Der robuste Berner steht seinen Gegnern körperlich trotz seines jungen Alters in nichts nach und steht sinnbildlich für die erfolgreiche, junge Solothurner Mannschaft.

Mit sechs Treffern avanciert Rohr sogar zum zweitbesten Schützen des Spiels, hinter Marco Kurth. Und auch in der Verteidigung zeigt der junge Rohr ein ums andere Mal Zähne. Genauso übrigens wie seine Nebenleute, die in dieser Phase nur wenig Gegentore zulassen.

Gleich sieht dies auch Trainer Marco Kurth: «Unsere Deckung stand in der zweiten Halbzeit wesentlich besser. Und der physische Zustand meines Teams ist sehr gut. Wir konnten viel wechseln, ohne dabei einen Leistungsabfall zu verzeichnen.»

Ganz im Gegensatz zu Birsfelden, dessen Stammspieler dem hohen Tempo Tribut zollen. Und da der starke Rückraum der Baselbieter mit Ersatzspielern nicht gleichwertig ersetzt werden kann, schleichen sich mit zunehmender Spieldauer technische Fehler oder Fehlwürfe ein.

Wie schon im Vorjahr kann hingegen der TV Solothurn bis zum Schlusspfiff durchziehen und einen am Ende ungefährdeten 33:26-Erfolg feiern.