Die Grenchner zeigten sich im letzten Heimspiel nochmals von ihrer besten Seite. Von Beginn weg übernahmen sie das Spieldiktat, zeigten hoch motivierten Angriffsfussball und schnürten die ohne viel Selbstvertrauen angetretenen Schötzer in ihrer eigenen Platzhälfte fest. Nachdem der junge Syart Bala, welcher als Sturmspitze das Vertrauen bekam, in der Anfangsphase knapp verzog und Ferreira seinen Scharfschuss an den rechten Torpfosten knallte (7.), dauerte es dann bis zur 28. Minute, ehe es vor dem Luzerner Tor wieder brenzlig wurde. Bossert konnte Ibraimi´s Hinterhaltschuss behändigen.

Der erste Torschuss der Gäste folgte dann doch noch vor Ablauf einer halben Stunde. Der Distanzschuss von Mamone verfehlte das leerstehende Tor klar. Die völlig verdiente Grenchner Führung lag dauernd in der Luft. Mit einem beeindruckenden Direktspiel kombinierten sich die Einheimischen in der 36. Minute vor das Gästetor, wo Bala den Ball neben das Tor setzte. Nur eine Zeigerumdrehung später zischte ein Distanzschuss von Mulaj nur wenig am Tor vorbei.

Erinnerungen an letztes Aufeinandertreffen

Die Parallelen zum vergangenen Heimspiel gegen Concordia waren unübersehbar und wie vor vierzehn Tagen stand die Partie nach 45 Minuten 0:0. Als dann das überraschende 0:1 in der 51. Minute kam, wurde die Vergleichbarkeit fast unheimlich. Damals kam die unerwartete Gästeführung ebenfalls kurz nach der Pause. Danach war dann mit den gleichlaufenden Geschehnissen Schluss, denn Agron Ibraimi gelang in der 59. Minute der Ausgleich zum 1:1.

Die Grenchner kämpften weiter und wollten nicht zuletzt auch für ihren Trainer den Sieg. Beim längst fälligen Führungstreffer kombinierten sich die Grenchner durch die gegnerische Abwehr wie durch Butter. Canik schloss die Kombination mit dem 2:1 ab (73.). Die letzten Spielminuten gehörten den Gästen, welche nichts mehr unversucht liessen. Mehr als ein Pfostenabpraller schaute aber nicht mehr heraus.

Fokus bereits auf nächster Saison

«Den letzten Match so zu gewinnen spricht für den abtretenden Trainer», äusserte sich Alain Marie von der künftigen Geschäftsleitung. Der neue Trainer Najib Melhi bedauerte, dass Captain Sacha Stauffer den Verein nach sieben Jahren verlässt und wie man munkelt, auf die neue Saison hin zu Solothurn wechselt.

Nichtsdestotrotz traf sich die neue sportliche Leitung nach der Partie mit den aktuellen Spielern, um über die Zukunft zu sprechen. Man darf also gespannt sein, wie die FCG Ausgabe 2014/15 aussehen wird.