Unihockey
Er ist torgefährlich und wird bald Papa

Der 27-jährige Schwede Henrik Olofsson sorgt auf dem Spielfeld gerne für Spektakel. Mitte Februar erhält «Hank» – wie sie ihn beim SVWE nennen – als Vater eine ganz neue Rolle.

Ruedi Burkart
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Der 27-jährige Schwede Henrik Olofsson (r.) will mit Wiler-Ersigen in den Cup-Final einziehen.

Der 27-jährige Schwede Henrik Olofsson (r.) will mit Wiler-Ersigen in den Cup-Final einziehen.

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Die Bilder sind immer noch präsent. 2:7 lag Wiler-Ersigen am vergangenen Sonntag gegen Leader Köniz nach 37 Minuten zurück. Eine geschichtsträchtige Heimniederlage kündigte sich an. Es wurde dann auch tatsächlich ein denkwürdiger Abend in Zuchwil. Nach 60 Minuten jubelte der SVWE über einen 9:8-Erfolg. «Viel spektakulärer kann man kaum mehr spielen», schmunzelt Henrik Olofsson.

Der bärenstarke Schwede, den sie alle «Hank» nennen, steht für die momentane Verfassung des neunfachen Schweizer Meisters, der nach einem holprigen Saisonstart zuletzt acht Siege in Serie gefeiert hat (gestern ein 6:1 in Kloten, siehe Box). Olofsson begann gegen Köniz als Verteidiger und steuerte schliesslich als Stürmer die beiden letzten Treffer zum knappen Sieg bei. «Ob hinten oder vorne – ich spiele dort, wo mich der Trainer hinstellt.»

«Es wird hart, wir sind aber das bessere Team»

Heute Nachmittag tritt Olofsson mit Wiler zu einem weiteren Spitzenspiel an – Cup-Halbfinal auswärts gegen die Tigers Langnau (17.30 Uhr, Espace Arena, Biglen). «Es wird ein ganz hartes Spiel werden», ist er überzeugt. Gegen die Emmentaler hat Wiler beste Erinnerungen. Den letztjährigen Playoff-Final gewann man glatt mit 4:0 nach Siegen, in der aktuellen Meisterschaft gabs einen spektakulären 5:4-Heimerfolg. Und heute, Henrik Olofsson? «Wir werden sehr gut vorbereitet sein. Wir sind besser als Langnau und werden alles daran setzen, den Final zu erreichen.»

Dass es Olofsson sportlich so gut läuft, hängt auch mit seinem ausgeglichenen Privatleben zusammen. Er und seine Freundin Linda wohnen in Zuchwil zusammen mit Isaac Rosén und dessen Freundin in einer gemütlichen Wohnung. «Isaac und ich kennen uns seit unserer Kindheit», schmunzelt Olofsson. Apropos: Ab Mitte Februar wartet auf «Hank the Tank» neben Unihockey und dem Job als Schreiner eine weitere Herausforderung: er wird Papa. Olofsson: «Wir freuen uns sehr darauf und können es kaum erwarten.»

Teamleader weiter angeschlagen

Neues gibt es von der Verletztenfront zu berichten. Nach seinem Bänderriss am rechten Fuss Mitte Dezember befindet sich Isaac Rosén (28) auf dem Weg der Besserung. Der letztjährige MVP der NLA trainiert gemäss Marcel Siegenthaler trotz Schmerzen wieder mit Ball und Stock. «Mit einer Spezialstütze und einem Tape gehts ganz gut. Aber im Teamtraining ist Isaac natürlich noch nicht dabei», so Wilers Sportchef.

Man hoffe allerdings, dass der Teamleader bereits Ende Monat wieder einsatzbereit ist. Siegenthaler: «Der Spitzenkampf gegen GC am 25. Januar wäre das Ziel.» Zum selben Zeitpunkt wird Weltenbummler Patrick Mendelin (27) in der Schweiz zurück erwartet. Laut Siegenthaler soll der Topskorer aus Basel spätestens ab dem drittletzten Spiel der Qualifikation gegen das Bündner Team Alligator Malans wieder für den SVWE auf Torjagd gehen.