Vereinsturnen
«Entweder man gibt Vollgas, oder man lässt es sein»

Die Sieger an den Kantonalmeisterschaften heissen: Langendorf (Gymnastik Klein-/Grossfeld), Subingen (Gymnastik Bühne und Gymnastik 35plus), Niederbuchsiten (Team-Aerobic), Solothurn (Geräteturnen Stärkeklasse 1) und Oberbuchsiten (Stärkeklasse 2).

Pius Rüegger
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Kantonalmeisterschaften Vereinsturnen in Subingen
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Kaufleute Solothurn während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.
TV Niederbuchsiten +35 während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.
TV Welschenrohr während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.
TV Niederbuchsiten während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.
TV Niederbuchsiten +35 während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.
TV Niederbuchsiten während den Kantonale Meisterschaften im Vereinsturnen.

Kantonalmeisterschaften Vereinsturnen in Subingen

Marcel Bieri

Bei den kantonalen Meisterschaften in Subingen dominierte Langendorf die Vorrunde in der Kleinfeld-Gymnastik mit hervorragenden 9,96 Punkten. Im Final setzten alle fünf Wertungsrichter die Leberberger auf Rang 1. «Wir sind absolut zufrieden, denn wir mussten Elemente ändern, weil sie nicht passten und auch Positionswechsel machten es für uns nicht ganz einfach», erläuterte Kevin Eggenschwiler, der zusammen mit Nora Bachmann Riegenleiter ist. Weil mit Subingen (3.) und Biberist aktiv (5.) nur zwei Grossfeldsektionen antraten, wurden sie mit den acht Kleinfeld-Formationen klassiert.

Favorit Niederbuchsiten siegte im Team-Aerobic klar. Die Vorrundennote von 9,83 wurde im Final um eine Hundertstel verbessert. «Wir müssen Sachen ändern, wenn wir nicht stehen bleiben wollen», blickte Hauptleiter Michel Anken, unterstützt von Stephanie Studer und Alain Röllin, nach vorne.

Solothurns Durchmischung

Kaufleute Solothurn verbesserte an den Schaukelringen die 9,50 aus der Vorrunde im finalen Umgang auf 9,65. «Wir haben einen super Aufbau und konnten Verletzungen gut auffangen», resümierte der Technische Leiter Patrick Wachsmuth. «Wir konnten 16-Jährige gut integrieren, die altersmässige Durchmischung brachte den Erfolg», sagte Philipp Jehle, Leiter Schaukelringe.

Von 0,4 Punkten im Vorlauf schmolz der Vorsprung Oberbuchsitens auf Lommiswil auf gerade mal zwei Hundertstel. Beide Sektionen zeigten Barrenübungen. «Dass Lommiswil mit einem neuen Programm antrat und wir unser bisheriges turnten, könnte den Ausschlag gegeben haben», analysiert der Gäuer Barrenleiter Fabio Della Giacoma. «Zudem hatten wir einen Schock zu verdauen, denn beim Einturnen verletzte sich mein Bruder Matteo am Knie schwer und wir mussten umstellen», sagte Fabio Della Giacoma weiter.

Subinger mit Trauerband

Speziell waren diese Kantonalmeisterschaften für Organisator Subingen. Vor zwei Wochen, auf der Heimfahrt mit dem Velo vom Regionalturnfest in Messen, verstarb ihr Freimitglied Roman Eggenschwiler nach einem Herzstillstand. Er gehörte dem Gymnastik-Grossfeld-Team an. «Dieser Todesfall hat diese Meisterschaft nicht überschattet, aber wir haben alles viel intensiver und bewusster wahrgenommen», beschrieb OK-Präsident Michael Kummli die Gemütslage. Am Freitag fand zuerst die Beerdigung statt, anschliessend mussten die Wettkampfplätze eingerichtet werden. Bei ihren Einsätzen trugen alle Subinger Turnenden ein schwarzes Trauerband mit seinem Namen «Römu».

«Vollgas, oder man lässt es sein»

Insgesamt zeigten 866 Turnende aus 28 Vereinen 84 Programme. «Die Spezialisierung lässt keine Steigerung mehr zu – entweder gibt man Vollgas, oder man lässt es sein», glaubt OK-Chef Kummli an ein konstant bleibendes Niveau.