Volleball NLA
Entwarnung bei TV Schönenwerd-Australier

Nachdem Jordan Richards im letzten Spiel des TV Schönenwerd verletzt musste ausgewechselt werden, gab es nun Entwarnung von Seiten des Vereins. Das MRI ergab, dass sich der 21-jährige keine gravierende Verletzung zugezogen hat.

Raphael Wermelinger
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Kann Jordan Richards (Nr. 10) seine Teamkollegen Jan Schnider (links) und Christoph Hänggi auch am Sonntag unterstützen?.

Kann Jordan Richards (Nr. 10) seine Teamkollegen Jan Schnider (links) und Christoph Hänggi auch am Sonntag unterstützen?.

HR.Aeschbacher

Schreckmoment für den TV Schönenwerd am letzten Sonntag: Im Tiebreak gegen Meister Lugano landete Jordan Richards nach einem Angriff unglücklich und fasste sich sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Knie. Das Knie, an dem der Australier immer eine Stütze trägt. Für den 21-Jährigen war das Spiel zu Ende.

Auch für Trainer Bujar Dervisaj eine schwierige Situation: «Es hat gar nicht gut ausgesehen. Er konnte zwar einigermassen stehen, aber das Knie nicht gross belasten.» Die Schnelltests von TVS-Physio Walter Brandt fielen zwar positiv aus, sicherheitshalber wurde bei Richards am Montag dennoch ein MRI gemacht. Zudem wurde dem «Aussie» ein Trainingsverbot auferlegt – man ging kein Risiko ein.

«Jordan wird gegen Lutry wohl pausieren»

Gestern konnte Teammanager Daniel Bühlmann nun erleichtert Entwarnung geben: «Es ist nichts Relevantes.» Wohl eine Überreizung der Patellasehne. Ob Richards am Sonntag im Heimspiel gegen Lutry-Lavaux eingesetzt wird, müsse der Trainer entscheiden, so Bühlmann. Den einzigen Ausländer nicht zu forcieren, würde wohl Sinn machen. So sieht es auch Coach Dervisaj. «Jordan wird gegen Lutry wohl pausieren», meinte er am Mittwoch, bevor die Diagnose bekannt war. Danach liess er sich nicht mehr in die Karten blicken.

Das Spiel gegen Lutry-Lavaux wird für den TV Schönenwerd – mit oder ohne seinen Australier – sicher nicht zum Selbstläufer. Die Waadtländer stiegen am Ende der Saison 2010/11 in die NLA auf und beendeten die vergangenen drei Spielzeiten jeweils auf dem siebten Schlussrang. Die Playoffs waren zwar jedes Jahr das Ziel, gereicht hat es seit dem Wiederaufstieg aber noch nie.

Kein Playoff-Anwärter

In der laufenden Meisterschaft zeigte das Team vom französischen Spielertrainer Jérôme Corda zwei Gesichter. So landeten die Westschweizer zwar Exploits gegen Lugano und Chênois, verschenkten zu Beginn der Saison aber gegen Züri Unterland (2:3) und Jona (0:3) wichtig Punkte. Im Vergleich zur letzten Saison hat Lutry-Lavaux fünf neue Spieler im Kader: Die beiden wichtigsten Transfers sind Nicolas Baldy, der vom Ligakonkurrenten Lausanne kam, und der Tunesier Salem Mejri.

Dazu wurden der erst 17-jährige Passeur Philippe Audrey und die beiden über 40-jährigen Routiniers Troy McKenzie und Stefan Zimmermann – beide letztes Jahr ohne Klub – engagiert. Momentan ist das Team wie gewohnt auf dem siebten Platz klassiert. Sind die Waadtländer ein Playoff-Kandidat? «Eigentlich nicht», verneint Bühlmann, «ausser wenn Chênois gravierende Probleme hat. Doch sie sind auf jeden Fall besser als letztes Jahr.» Trotzdem sind diese drei Punkte beim TVS budgetiert.