Fussball
Engagierte Kantonsrivalen

Trotz Fehler mit Torfolge von Wangens Dedaj und Solothurns Munoz, hielten sich die Derbygegner die Waage und trennten sich schliesslich 1:1. Das 1.-Liga-Derby endet mit einem gerechten Unentschieden

PIUS RÜEGGER
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Solothurns Patrick Hasler (rechts) kommt zu spät gegen Faton Hajdari
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Wangen und Solothurn teilen sich die Punkte
Jan Hartmann (rechts) tackelt den Wangener Mario Simic
Solothurns Joaquin Franco (r.) gegen Wangens Danijel Knezevic. Bieri

Solothurns Patrick Hasler (rechts) kommt zu spät gegen Faton Hajdari

Marcel Bieri

Mit diesem Remis wahrten die Hauptstädter ihre positive Heimbilanz und die Oltner Vorörtler sicherten sich aus eigener Kraft bereits den Ligaerhalt.

Zwei klare Ziele

Die unterschiedliche Ausgangslage für die beiden Solothurner Kontrahenten offenbarte sich in der Startphase. Wangen markierte in den Zweikämpfen sofort Präsenz, denn der für die vorzeitige Verabschiedung aus dem Abstiegskampf notwendige Punkt lockte. Anders Solothurn. Die Platzherren experimentierten mit einer Dreier-Abwehr, zwei «Scheibenwischern», drei Mittelfeldspielern und zwei Sturmspitzen. «In der ersten Halbzeit ist unser Konzept aufgegangen, in der zweiten zeigten wir Löcher», analysierte ihr Trainer Roland Hasler.

In der 15. Minute traf Wangens Schlussmann Dedaj den Ball schlecht und spielte ihn Patrick Hasler vor die Füsse. Die Solothurner Nummer 10 dreschte nicht einfach auf den Ball, sondern schob ihn aus zwölf Metern gefühlvoll über die Linie. Aus dem geschenkten Führungstor der Besucher in der konnten die Platzherren aber keinen weiteren Profit ziehen. Zwar bemühte sich Wangen, den Torhüter-Fehler auszubügeln und den Druck nach vorne zu verstärken. Mehr als den Gegner in dessen eigener Platzhälfte zu beschäftigen, vermochten die Gäste jedoch nicht. «Solothurn war nicht so stark wie erwartet», bedauerte Wangen-Trainer Goran Pekas die mangelnde Gefahrenerzeugung.

Ebenso wenig wie dem Platzklub nach dem 1:0 gelang es den Wangenern, nach dem Seitenwechsel und dem frühen Ausgleichstor mehr herauszuholen. Munoz, welcher ab der 12. Minute an der Stelle von Du Buisson als rechter Aussenverteidiger agierte, war in dieser 48. Minute noch nicht im Spiel angekommen und liess Bekteshi ziehen. Uneigennützig spielte der Gästestürmer den besser postierten Corti an – 1:1-Ausgleich.

Beide kämpften für den Sieg

Das Geschehen wurde offen. Beide Teams kamen zu ihren Möglichkeiten. «Das Spiel war ausgeglichen und hätte auf beide Seiten kippen können», sah es Pekas. Die beiden Kantonsrivalen blieben bis zuletzt voll engagiert. Beide wollten den Sieg, Solothurn nach der Einwechslung von Schütz deutlicher mit einem 3-Mann-Sturm. Es war ein offener Schlagabtausch ohne weitere Geschenke. «Dass wir bis am Schluss gefightet haben, gibt ein gutes Feeling», akzeptierte Hasler die Punkteteilung. «Ich kann trotz fehlender Reife eine bessere Mannschaft abgeben, als diejenige, die ich vor anderthalb Jahren übernommen habe», war Pekas mit dem Schlussstand einverstanden.