Eishockey 2. Liga
Nach dem verlorenen Jahr ist die Vorfreude beim EHC Zuchwil Regio nun umso grösser

In seiner vierten Saison als Headcoach will Bruno Hebeisen den EHC Zuchwil Regio im 2.-Liga-Mittelfeld etablieren. «Unser Kader ist gut besetzt. Ich habe viel Freude an dieser Mannschaft», sagt der 53-Jährige vor dem Saisonauftakt.

Raphael Wermelinger
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Seit 2018 ist Bruno Hebeisen Headcoach beim EHC Zuchwil Regio. Er führte den Klub von der 4.- in die 2. Liga.

Seit 2018 ist Bruno Hebeisen Headcoach beim EHC Zuchwil Regio. Er führte den Klub von der 4.- in die 2. Liga.

Remo Fröhlicher

«Die vergangene Saison war am Schluss eigentlich gar keine – es war ein verlorenes Jahr», blickt Bruno Hebeisen auf die Meisterschaft 2020/21 zurück.

«Umso grösser ist nun die Vorfreude auf den Start der neuen Saison. Wir sind bereit und wir hoffen, dass sie länger dauert als die letzte.»

Seit 2018 ist der 53-Jährige mittlerweile Headcoach beim EHC Zuchwil Regio. Mit zwei Aufstiegen in Folge führte er den Klub von der 4.- in die 2. Liga. Seine dritte Saison endete wegen der Coronapandemie abrupt. Nach nur einem Spiel, einer 1:9-Pleite im Derby gegen Bucheggberg, war bereits wieder Schluss.

Beim Saisonstart gegen den EHC Brandis am Samstag wird eine Handvoll neue Spieler für den EHC Zuchwil Regio auflaufen. «Wir arbeiten neu sehr eng mit der U20 des SC Lyss zusammen», verrät Hebeisen. So stiessen mit Verteidiger Philipp Hagi und Stürmer Max Schöni bereits zwei Spieler von den Seeländern zu Zuchwil Regio. Weitere sollen folgen. «Wir wollen sie, wenn sie aus dem Juniorenalter raus sind, allmählich bei uns einbauen. Sie sollen Fuss fassen im Amateursport. Und wir können für sie ein gutes Sprungbrett für die MySports League oder die 1. Liga sein», sagt Hebeisen.

Zudem hat der EHC Zuchwil Regio zwei Spieler reaktiviert: die Verteidiger Kevin Bongrad und Sven Leuenberger. Ersterer spielte 2017/18 mit Neuenburg in der MySports League und legte danach eine Pause ein. Deshalb brauche er noch etwas Zeit, um wieder das Level zu erreichen, so Hebeisen. Bongrad und auch Leuenberger haben eine Vergangenheit bei Zuchwil Regio.

Ihr neuer Trainer freut sich, dass es die zwei nach einer Pause nun «wieder gepackt hat». Er habe sie mit Handkuss genommen:

«Es finden sich praktisch keine guten Verteidiger auf dem Markt. Stürmer dagegen gibt es überall – jeder will Stürmer sein. Jetzt ist unser Kader gut besetzt. Ich habe viel Freude an dieser Mannschaft.»

Das Saisonziel sei ein Platz im Mittelfeld der Liga. Für das Team sei es noch zu früh, ganz vorne mitzuspielen: «Wir müssen zuerst ein gutes Fundament aufbauen mit den jungen Spielern. Wenn sie dann so weit sind, können wir angreifen.» Aus acht Klubs besteht die Gruppe 1 der Zentralschweizer 2. Liga in dieser Saison. Was bedeutet, dass jedes Team die Playoff-Qualifikation auf sicher hat. «Es darf aber nicht sein, dass wir uns deswegen in den 14 Qualifikationsspielen zurücklehnen», stellt Hebeisen klar. «Wir werden wie schon während der ganzen Vorbereitung weiter hart arbeiten.»

Hebeisen wird in dieser Saison von einem neuen Assistenten unterstützt: Christof Bartlome, der zuletzt vollamtlich beim SC Langenthal als Nachwuchschef tätig war. «Er ist ein alter Hase und bringt sehr viel Know-how», so Hebeisen. Der EHC Zuchwil Regio könne in sämtlichen Bereichen von Bartlome profitieren: «Er war viele Jahre Trainer, ist J+S-Leiter und sogar Experte – unsere Nachwuchsabteilung wird von seiner Arbeit extrem profitieren.»

Wie auch Hebeisen selbst. Er habe in den vergangenen drei Jahren vieles alleine gemacht. In der 4.- und 3. Liga sei dies kein Problem gewesen, «aber jetzt in der 2. Liga wird es härter. Da bin ich froh, dass ich jemanden wie ihn an meiner Seite habe». Bis Ende Januar steht für den EHC Zuchwil Regio, mit Ausnahme der Feiertag im Dezember, jedes Wochenende ein Spiel an. Bruno Hebeisen freut sich insbesondere auf die Derbys gegen den EHC Bucheggberg:

«Ich hatte das 1:9 schon vergessen, aber viele Spieler nicht. Wir haben eine Rechnung offen.»

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