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Einige der Favoriten mussten ganz schön Federn lassen

Das Bild täuscht: Bis jetzt war es der FC Biberist (hier mit Dario Kopp, l.), der mehrmals stolperte. Avdi Haljimi und der FC Iliria liegen souverän an der Spitze der 2. Liga.

Das Bild täuscht: Bis jetzt war es der FC Biberist (hier mit Dario Kopp, l.), der mehrmals stolperte. Avdi Haljimi und der FC Iliria liegen souverän an der Spitze der 2. Liga.

In der höchsten Regionalliga ist mehr als die Hälfte der Vorrunde vorbei; Zeit für eine erste Bestandesaufnahme.

Der Tabellenführer der 2. Liga heisst wenig überraschend FC Iliria. Der amtierende Cupsieger, Zweiter der vergangenen Saison sowie Meister des Jahres 2016, ist mit fünf Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen.

Das Team von Leo Sasso und Vilson Dedaj stellt mit durchschnittlich mehr als drei Toren pro Spiel die mit Abstand beste Offensive der Liga und auch den treffsichersten Spieler. Samoell Prenaj erzielte bislang neun Tore. Der FC Iliria weist aktuell fünf Punkte Vorsprung auf und ist an diesem Wochenende spielfrei.

Der erste Verfolger ist eher unerwartet der FC Bellach. Die Leberberger sind nach Verlustpunkten sogar Tabellenführer. Nach der Startniederlage beim 2.-Liga-inter-Absteiger Wangen bei Olten reihte der FC Bellach vier Siege aneinander und ist der Zweitligist mit den wenigsten Gegentoren.

Unterschiedliche Lage bei den Aufsteigern

Das Team von Trainer Fabian Kammer musste zudem vier von fünf Mal in der Fremde antreten. Morgen steht erst das zweite Heimspiel an. Zu Gast auf der Brunnmatt ist der FC Klus/Balsthal.

Dieser ist als Tabellensiebter der klar bessere der beiden Aufsteiger – der FC Oensingen liegt auf dem letzten Platz. Die Bilanz der Dullaj-Elf fällt bisher ausgeglichen aus: je zwei Siege und Niederlagen, dazu ein Unentschieden. Herausragend war dabei der 6:1-Heimsieg gegen Biberist, zuletzt unterlag der FCKB dem FC Mümliswil mit 2:4.

Der zweite Aufsteiger isst dagegen hartes Brot. Schon vorletzte Saison konnte sich Oensingen nach dem Aufstieg nicht oben halten; auch jetzt misslang der Start, was in einem frühen Trainerwechsel gipfelte. Slobodan Banjalic ersetzte Andy Frei. 15 Gegentore, nur deren 3 selber geschossen und nur ein Punkt, ein 1:1 gegen Subingen, dies die ernüchternde Ausbeute.

Drei Klubs noch immer ohne Saisonsieg

Nicht nur für Oensingen, auch für Fulenbach und Biberist geht es in den anstehenden Spielen darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Biberist, der Meister von 2017 und letztjährige Vierte, wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg und liegt auf Platz zehn. «Um den dritten Platz herum», lautet das Saisonziel. Nach drei Niederlagen in Folge gabs zuletzt immerhin die ersten zwei Unentschieden.

Fulenbach, in den letzten fünf Jahren immer auf dem Treppchen der 2. Liga (viermal Zweiter, einmal Dritter), bekundet nach einigen Abgängen nicht ganz unerwartet ebenfalls Mühe: drei Unentschieden, aber noch keinen Sieg auf der Haben-Seite, dies die ernüchternde Bilanz. Und mit dem morgigen Auswärtsspiel im Guldental wartet die nächste schwierige Aufgabe.

Der FC Mümliswil, momentan mit drei Siegen und ebenso vielen Niederlagen auf dem vierten Platz klassiert, scheint sein Potenzial endlich einmal schon in der Vorrunde abrufen zu können.

Lommiswil überrascht positiv

Die grösste Überraschung nach etwas mehr als der Hälfte der Vorrunde ist allerdings der FC Lommiswil. Zehn Punkte aus sechs Spielen bedeuten Platz drei für Neo-Trainer Patrick Schwaller. Und dies trotz eines negativen Torverhältnisses von 11:14.

Lommiswil setzte sich gegen den FC Mümliswil, Klus/Balsthal und jüngst auch Subingen durch, gegen Fulenbach resultierte ein 3:3, die beiden Niederlagen setzte es gegen das Spitzenduo ab.

Besser als erwartet läuft es auch dem FC Wangen bei Olten auf Platz fünf nach dem Abstieg aus der 2. Liga inter und dem Spieler-Exodus. Die junge Mannschaft schiesst Tore und musste sich bislang erst dem Leader FC Iliria beugen. Nebst den Heimsiegen gegen Bellach und Fulenbach holte Wangen drei Unentschieden. Unrühmlich sind lediglich die vielen Strafpunkte.

Subingen äusserst fair, aber bislang nicht erfolgreich

In diesem Bereich ist der FC Subingen vorbildlich mit nur drei Verwarnungen in sechs Spielen. Mager für einen Absteiger sind aber das Punktekonto und der achte Zwischenrang. Nach dem 4:0-Startsieg gegen Fulenbach spielten die Subinger etwas zu oft unentschieden und verloren die Heimspiele gegen Härkingen und Lommiswil.

Wer fehlt noch? Der FC Härkingen auf Platz sechs. Bruno Büttikers Nachfolger Roger Stöckli kann bislang eine ausgeglichene Bilanz vorweisen; zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, 14 Tore geschossen und ebenso viele erhalten.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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