Schwingen
Eine Solothurner Schlappe zum Saisonauftakt in Grenchen

Beim Hallenschwinget in Grenchen dominierten die Gästeschwinger aus dem Berner Seeland. In Abwesenheit des erkrankten «Eidgenossen» Bruno Gisler aus Rumisberg gewann Florian Gnägi souverän.

Wolfgang Rytz
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Lorenz Blatter (r.) fand gegen Fredy Burger kein Mittel zum Sieg und fiel mit dem «Gestellten» im fünften Gang aus der Entscheidung. wr

Lorenz Blatter (r.) fand gegen Fredy Burger kein Mittel zum Sieg und fiel mit dem «Gestellten» im fünften Gang aus der Entscheidung. wr

Solothurner Zeitung

Der neue Technische Leiter des Solothurner Schwingerverbandes, Res Blatter, hatte sich den traditionellen Saisonauftakt in Grenchen anders vorgestellt. Doch die kurzfristige Abmeldung des erkrankten Favoriten machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die Solothurner waren der starken Delegation aus dem Berner Seeland nicht gewachsen.

Einzig Lorenz Blatter bot dem «Beinahe-Eidgenossen» Florian Gnägi erfolgreich Paroli. Im dritten Gang trotzte der Feldbrunner dem Seeländer Turnerschwinger einen «Gestellten» ab. Der nominell stärkste Solothurner an diesem Tag, Thomas Stüdeli, hatte den ersten Gang gegen den neuen Favoriten verloren.

Schwierige Einteilung

Nach vier Gängen standen vier Seeländer an der Spitze der Zwischenrangliste. Blatter und sein Einteilungsteam brüteten länger über den Notenblättern, bis die Paarungen für den fünften Gang feststanden. Gnägi beförderte dann den Baselbieter Matthias Graber mit einer satt angesetzten Kombination Kurz/Kreuzgriff platt auf den Rücken. Alle anderen Konkurrenten um den Tagessieg verloren mit einem Remis Punkte.

Dank zweier Zehner-Würfe qualifizierte sich Gnägis Trainingskollege Fredy Burger für den Schlussgang. Obwohl Gnägi ein «Gestellter» für den alleinigen Festsieg gereicht hätte, griff er entschlossen an. Prompt konterte Burger nach drei Minuten gefährlich. Aber der Favorit rettete sich an den Sägemehlrand. Zwei Minuten später parierte Burger einen Kurzangriff, doch Gnägi reagierte auf die Abwehr mit einem technisch geschickten Ableeren übers Knie.

«Ein spitzes Resultat», wunderte sich Gnägi über das Kampfrichterurteil zu seinen Gunsten. Er sei sehr zufrieden mit dem Tag, denn er habe wegen einer Magen-Darm-Grippe nicht mit voller Kraft kämpfen können. Als bester Solothurner arbeitete sich Lorenz Blatter auf Rang 3 vor. Zuletzt besiegte er den Berner Nichtkranzer Dominic Wyss mit einem Schlungg.

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