2. Liga Inter
Eine Siegermentalität des FC Langenthals ist entstanden

Nachdem sich Wettswil-Bonstetten am Samstag gegen Red Star nur ein Unentschieden machte, winkte dem FC Langenthal die Möglichkeit, mit einem Sieg im Spiel gegen Oerlikon/Polizei ZH am Leader vorbeizuziehen. Dies gelang mit einem 3:0-Sieg deutlich.

Michael Herzig
Drucken
Teilen
Langenthals Volkan Karaboga (links) im Kampf um den Ball gegen den Zürcher Nesret Ljimani
5 Bilder
Langenthals Gregory Gemperle (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Zürcher Nicola Caldarazzo
FC Langenthal - Oerlikon/Polizei Zürich
Langenthals Gregory Gemperle (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Zürcher Toran Zafic
Langenthals David Pallas (hinten) im Kampf um den Ball gegen den Zürcher Alijaj Fatmir

Langenthals Volkan Karaboga (links) im Kampf um den Ball gegen den Zürcher Nesret Ljimani

az Langenthaler Tagblatt

Diese Chance schien die Platzherren aber zunächst mehr zu hemmen, als zu beflügeln. Die Zürcher führten in der ersten Hälfte die feinere Klinge und deuteten verschiedentlich ihr spielerisches Potenzial an. Aus ihrer anfänglichen Druckphase resultierte bereits nach fünf Minuten ein Eckballverhältnis von 4:0 zu ihren Gunsten. Nur dank mehreren sehenswerten Interventionen von FCL-Torhüter Mathieu Wolownik gerieten die Langenthaler nicht vorzeitig in Rückstand.

Stehende Bälle als Stärke

Wie bereits zuletzt in Dietikon beeindruckte Langenthal jedoch mit einer ausgezeichneten Chancenauswertung. In der 42. Minute köpfelte Gregory Gemperle einen präzisen Freistoss von Marcel Hügli entgegen dem Spielverlauf zum 1:0 in die Maschen. In dieser Aktion stellten die Einheimischen eine weitere Stärke in der laufenden Saison unter Beweis: Zum wiederholten Mal setzten sie mit einer Standardsituation– meist mit den genannten Protagonisten in den Hauptrollen- zum Befreiungsschlag an. Auch diese Charaktereigenschaft zeichnet eine Spitzenmannschaft aus.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Spielgeschehen. Die Langenthaler taten sich immer noch schwer, die gewünschte Ordnung auf dem Platz herzustellen. Allerdings imponierten die Oberaargauer weiterhin mit ihrer Kaltblütigkeit. In der 57. Minute brauchte Pietr Cubi nach einer mustergültigen Vorlage von Roger Felber nur noch einzuschieben. Mit dem 2:0 erlitt die Moral der Gäste einen argen Dämpfer.

Schlusspunkt in der Nachspielzeit

In der Folge liessen die Langenthaler kaum mehr brenzlige Situationen in der eigenen Gefahrenzone zu. Vielmehr vermochten sie in der Schlussphase das Ergebnis sogar noch zu erhöhen. Nachdem zunächst der gegnerische Torhüter einen Kopfball von Gregory Gemperle noch über die Latte lenken konnte (87.), erzielte Tolga Oezdemir in der Nachspielzeit mit einer sehenswerten Direktabnahme den 3:0-Endstand.

Mit einer starken Leistung steuerte FCL-Keeper Mathieu Wolownik einen wesentlichen Anteil zum neuerlichen Vollerfolg bei: «Wir erzielten drei Tore aus vier Chancen, diese Statistik spricht für unsere Effizienz. Zudem haben wir zu wichtigen Zeitpunkten reüssiert», konstatierte der 25-Jährige. Es handelte sich übrigens um den dritten 3:0-Erfolg der Langenthaler in Serie.

Aktuelle Nachrichten