Eishockey

Eine Rückkehr ins Tor ist für Simon Pfister ausgeschlossen

Torhüter Simon Pfister muss sich gesundheitlich bedingt auf Einsätze abseits des Spielfeldes konzentrieren.

Torhüter Simon Pfister muss sich gesundheitlich bedingt auf Einsätze abseits des Spielfeldes konzentrieren.

Erstligist Zuchwil Regio verliert gegen Thun mit 2:4. Eine Niederlage, die zur Stimmung von Stammgoalie Simon Pfister passt. Auch in Zukunft will der gelernte Automonteur mit dem Goalie-Business zu tun haben.

Der dritte Vergleich zwischen Thun und Zuchwil Regio in dieser Saison hatte für einen in der Halle einen aparten Beigeschmack. Keinen speziell süssen. Gut möglich, dass Simon Pfister Anfang Monat im Cup just gegen Thun letztmals auf höchstem Amateur-Niveau das Tor gehütet hat. «Es sieht so aus», sagt er. Eigentlich hätte der frühere Kloten-Junior die Saison mit den Solothurnern toll abschliessen und dann seine Karriere beenden wollen. Nun kommt dieses Ende für den 29-jährigen Neo-Vater viel früher und abrupter als geplant. «Als ich den Bescheid des Doktors bekam, besser aufzuhören, um nicht gravierendere Schäden zu riskieren, hatte ich lange daran zu kauen.» Aber schliesslich wolle er sich ja nach dem Hockey auch noch bewegen können.

Das alte Lied mit den Verletzungen

Schon früher, zu Kloten-Zeiten, hatte der gelernte Automonteur einen Knorpelschaden operieren müssen. «Immerhin muss ich das, dieses Mal nicht – Glück im Unglück», sagt Pfister. Es war beim vierten Penalty im Match gegen Brandis, als es ihm erneut einen in die Hüfte «reingehauen hat.» Obwohl er es nochmal probiert hat, musste er das folgende Cup-Spiel gegen Thun vorzeitig abbrechen.

So stand Sandro Zaugg gestern zum fünften Mal im Zuchwiler Tor. «Er ist ein ehrgeiziger Typ», beschreibt Pfister seinen Nachfolger. Ein 21-jähriger, ausgebildeter SCL-Tiger, der mit B-Lizenz von Ajoie kam und, wenn aus Zuchwiler Sicht alles passt, bis Saisonende bleibt. «Wir hoffen, dass es klappt, sonst haben wir ein gröberes Problem», sagt Präsident Walter Ulrich. An der 2:4-Niederlage gegen Thun in einem punkto Tempo und Technik sehr guten 1.-Liga-Spiel, konnte Zaugg freilich auch nichts ändern. Die Gastgeber produzieren derzeit offensiven Kuschelrock. Stark bis vors Tor, dann aber Fehlanzeige punkto Selbstvertrauen im Abschluss. Thun, nicht besser aber effizienter, setzt sich so zum dritten Mal in dieser Saison durch und sagt Danke. Besser jetzt offensiv «abhängen» als in den Playoffs denkt derweil der Zuchwiler...

Trainer statt Spieler

Goalietrainer, wie sein Vater es einst war, das möchte Simon Pfister künftig sein. «Diese Saison bin ich trotz meiner Verletzung eh regelmässig im Training und an den Spielen und kümmere mich ab jetzt vorab um die Goalies.» Wie das nächste Saison aussehen wird, ist Chefsache. Präsident Ulrich: «Wir sind dabei, eine Lösung zu finden. Es sieht gut aus, dass Simon Pfister dem Klub erhalten bleiben wird.»

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