Badminton
Eine Premiere mit 1500 Badminton-Shuttles

In Solothurn wurde zum ersten Mal das Swiss Junior Open durchgeführt. Rund 270 Athleten aus 22 Ländern kämpften bei der wichtigsten Junioren-Turnierserie mit. Die Erwartungen wurden übertroffen, die Organisatoren haben bereits neue Ideen für das 2014

Carla Stampfli
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Swiss Junior Open
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Die Französinnen Emilie Beaujean und Verlaine Faulmann (links) siegen im U17-Doppel gegen Kader Inal und Fatnamur Yamuz aus der Türkei.
Lars Schaenzler aus Deutschland siegt im Einzel der U19.
Thomas Baure und Marc Laporte aus Frankreich (links) unterligen im U17-Doppel den Slowenen Miha Ivanic und Andraz Krapez
Thomas Baures und Marc Laporte (fr) im U17-Doppel.
Luise Heim, die deutsche Nationalkaderspielerin nach dem Sieg über Alida Chen aus Holland
Alida Chen und Cheryl Seinen (beim Aufschlag) gegen das Kroatische Duo Maja Pavlinic/Dorotea Sutara

Swiss Junior Open

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Dass die Junioren-Weltelite im Cis Sportcenter gastiert, ist am proppenvollen Parkplatz ersichtlich. Da der Bus der Türkischen Nationalmannschaft, dort Autos mit holländischen, kroatischen oder ungarischen Kennzeichen. Der Finaltag des Swiss Junior Open steht an, in der U15-, U17- und U19-Kategorie werden die Sieger im Einzel, Doppel und Mixed erkoren.

Positive Rückmeldungen

In der Tennishalle gibt OK-Mitglied Michel Vögtli die letzten Anweisungen und schaut im Turnierbüro vorbei, wo seit vier Tagen Hochbetrieb herrscht. «Für das erste Jahr haben wir die Erwartungen übertroffen. Die Athleten kommen nicht nur aus Europa, sondern auch von Mexiko oder Australien. Die Reaktionen der Mannschaften sind positiv», sagt der 40-jährige Manager des NLA-Team Solothurn.

Spielpraxis geholt

Auf den Courts spielen sich die ausländischen Cracks für die Finalpartien warm. Schweizer Spieler sucht man vergebens – die internationale Konkurrenz war nur schwer besiegbar. Dafür gab es in den Halbfinals am Tag zuvor dreimal Bronze zu feiern. Die 17-jährige Chiara Piazza, die seit dem Sommer neu im Team Solothurn ist, schied sowohl im Einzel als auch im Doppel und Mixed in der ersten Runde aus. «Sie hat ihre Erwartungen zu hoch gesetzt. Mir war aber wichtig, dass sie hier Spielpraxis holen konnte», erklärt Vögtli.

Strahlende Sieger im Cis

Geschickt werden in den Finals die Shuttles platziert, schnelle Drops gespielt oder es wird mit Angriffsschlägen gepunktet. Allen voran die Deutschen Kadermitglieder Luise Heim und Lars Schaenzler, die jeweils den U19-Einzelfinal gewannen. «Heute hat einfach alles gepasst. Es war meine beste Partie. Im Viertel- und Halbfinal war ich noch zu nervös», erklärt die 17-jährige Schülerin. Auch Schaenzler, der Ende Oktober an der Jugend-Weltmeisterschaft in Bangkok teilnehmen wird, ist mit dem Resultat zufrieden: «Gegen Ende wurde es zwar knapp, dafür habe ich sehr gut am Netz gespielt.» Für den letztjährigen U17-EM-Bronzemedaillengewinner war das Swiss Junior Open in Solothurn eine ideale WM-Vorbereitung.

Erfahrenes OK-Team

Der internationale Anlass bot beste Bedingungen. Die Organisatoren sorgten auf den 18 Courts für einen reibungslosen Spielablauf, ein Catering-Service verpflegte die rund 270 Athleten, Helfer, Schiedsrichter und OK-Mitglieder. «Wir sind ein sehr erfahrenes Team. Das Schöne hier ist, dass Spieler und Offizielle genügend platz in der Halle haben», sagt Referee Barbara Fryer.

Ideen für die zweite Austragung

Die Finalentscheidungen sind gefallen, die über 1500 Shuttles verbraucht. Im Restaurant nehmen die Siegerinnen des U17-Doppels Emilie Beaujean und Verlaine Faulmann mit der Goldmedaille auf dem Tisch das Mittagessen ein. Nebenan sitzt OK-Mitglied Vögtli. Müde aber zufrieden sammelt er bereits Ideen für die nächste Austragung: «Im neuen Jahr sind wir definitiv wieder da.»