Riesig war der Jubel, als die Oekinger erfuhren, dass die Jets aus Kloten ihr nächster Gegner sein würden. Dass das Resultat sekundär sei, war allen klar, denn die 1.-Liga-Truppe von Sandro Müller konnte nicht die technische Versiertheit der Zürcher vorweisen. «Wir sind ein zusammengewürfelter Haufen aus der ersten und zweiten Liga Kleinfeld, der sonst nie auf dem Grossfeld agiert», erklärt der Spielertrainer Müller die Ausgangslage.

Dass die Spieler sich aber trotzdem auf das Spiel freuten, erkannte man schon am Einlaufen der Leberner. Mit stolzer Brust schritten die Solothurner in die Zuchwiler Sporthalle ein. Bejubelt von mehr als 130 Fans, was bedeutete, dass mehr Leute die «Ö-Kings» sehen wollten als einige Spiele an den gleichzeitig stattfindenden Masters – das Vorbereitungsturnier der besten Frauen- und Herrenteams der Schweiz. Darauf kann mann sicher stolz sein. Die Stimmung war beeindruckend. Überall hörte man die Zuschauer ihre Spieler anfeuern oder auch korrigieren, wenn die Spieler nicht richtig standen. «Wir haben uns nicht speziell auf dieses Spiel vorbereitet und hatten auch keine perfekt einstudierte Taktik wie unser Gegner. Wir wollten einfach Spass am Spiel haben und alles geben für die Fans», erklärt Müller die Motivation der Spieler.

Klotener Übermacht

Als das Spiel begann, erkannte man sofort, dass die Jets der klare Favorit waren. Sofort erdrückten sie die Solothurner in der Defensive. Diese wussten oft nicht, wie ihnen geschah. Je weiter fortgeschritten das Spiel aber war, desto mehr kamen auch die Oekinger ins Spiel und kamen zu guten Chancen, konnten aber trotz der Zurufe der Zuschauer den Ball nicht im Netz zappeln lassen. «Unsere Jungs wollen den Jets nur einen Vorsprung lassen, bevor sie loslegen», waren die Erklärungsversuche für die hohe Führung der Jets.

Nach der 12:0-Führung der Zürcher schossen dann auch die Oekinger in der 52. Minute den von ihren Fans lang erwarteten Treffer. Die Halle wurde zu einem Tollhaus und all die Gegentore gerieten in Vergessenheit. Es wurde sogar noch mehr Spektakel geboten. So erhielten die Solothurner auch noch einen Penalty, den sie aber nicht verwerten konnten. Zwei Minuten vor Schluss durften dann auch die Klotener ihr Glück beim Penalty versuchen, konnten aber auch nicht reüssieren. In der daraus folgenden Unterzahl konnte dann Markus Müller einen Shorthander für die Ö-Kings verbuchen. Die Spieler fielen sich in die Arme und feierten, als ob sie gerade den Schweizer Meistertitel gewonnen hätten.