Badminton

Eine knappe Niederlage, die Solothurn sehr schmerzt

Das Team Solothurn verliert 3:5 gegen St.Gallen-Appenzell. In Balsthal wurde gut gespielt und gut gekämpft, aber die Ostschweizer behielten meistens das bessere Ende für sich. Nun muss an der Konzentration und Kaltblütigkeit gearbeitet werden.

Nicht weniger als sechs Matchbälle wehrte Monika Fischer gegen Simone Spescha ab – und verlor am Ende den dritten Satz dennoch 20:22. Dabei hatte die Solothurnerin so gut begonnen, den ersten Satz gewonnen und auch im Zweiten die Führung übernommen. Aber dann liess sich Fischer von Spescha einmal zu oft mit kurzen Shuttles auf ihre Vorhand erwischen.

Gut gekämpft und gespielt

Dieses Spiel war typisch für den Auftritt des Teams Solothurn im Balsthaler SportXx an diesen Sonntagnachmittag: Es wurde gut gekämpft und gut gespielt, aber wenn es wirklich hart auf hart ging, dann behielt meistens St. Gallen-Appenzell das bessere Ende für sich. So gewannen die Ostschweizer die Begegnung der Nationalliga A am Ende 5:3, das Resultat hätte bei etwas mehr Wettkampfglück gerade so gut umgekehrt ausfallen können.

Puste fehlte gegen Ende der Partie

«Mir ist ab und zu die Luft ausgegangen», gestand Christian Bösiger, nachdem er seine Begegnung 1:2 gegen Ade Suherlan Ujang verloren hatte. Auch das wäre nicht nötig gewesen, wenn er den ersten Satz gewonnen hätte.

Nahe dran war Bösiger mehrmals, aber dann hiess es 21:23 für den Asiaten. Im zweiten Satz machte es Bösiger besser und gewann 21:19. Als es um die Wurst ging, da schlug er plötzlich den Shuttle immer häufiger ins Netz.

Ein klares Zeichen, dass die Puste für den letzten Schritt zum Shuttle fehlte. Bösiger hatte eine Erklärung: «Seit ich die Prioritäten anders gesetzt habe und nicht mehr so viel Zeit ins Badminton investieren kann, hat meine Kondition etwas nachgelassen.»

Konzentration und Kaltblütigkeit gefragt

Unglaublich knapp fiel auch die Niederlage des Herrendoppels Michel Lahnsteiner/Titon Gustaman aus. 26:28 gaben die Solothurner den ersten Satz an Ruhanda/Heiniger ab, 19:21 den Zweiten. Somit ist klar, woran das Team Solothurn in den nächsten Trainings arbeiten muss: Konzentration und Kaltblütigkeit in den matchentscheidenden Momenten müssen besser werden. Denn seinem Gegenspieler deutlich unterlegen war eigentlich nur die Nummer 3 Phil Arnold gegen Christoph Heiniger (16:21, 12:21).

Team Solothurn weiterhin Favorit

«Ich denke, dass man uns weiterhin zum Favoritenkreis zählen darf», sagte die 17-jährige Juniorin Chiara Piazza, die noch nicht zum Einsatz kam, aber alles aufmerksam beobachtete. Wenn man die souveränen Siege von Michael Lahnsteiner gegen Ruhanda Agung (24:22, 21:10), des Doppels Fischer/Herzig gegen Inauen/Spescha (21:13, 21:16) und des Mixed Herzig/Gustaman gegen Ruhanda/Heiniger (21:12, 21:19) den vier extrem knappen Niederlagen entgegenstellt, dann darf man Piazza, die seit dem Sommer neu im Team Solothurn ist, recht geben.

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