Handball
Eine Klatsche für die Solothurner Handballer

Der NLB-Vertreter aus Solothurn geht gegen Endingen mit 18:32 sang- und klanglos unter. Damit findet die Spielgemeinschaft weiterhin nicht aus der Krise.

Hans Peter Schläfli
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Eine Klatsche für die Solothurner Handballer
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Samuel Hubacher will den Ball dem Kreisläufer Michael Wassmer reichen.
Solothurns Kreisläufer Michael Wassmer schiesst gegen Endingen eines seiner drei Tore.
Der Solothurner Martin Beer wird durch den Endinger Florian Leitner gestoppt.
Kreisläufer Michael Wassmer kann sich gegen die Endinger Stefan Huwyler und Kristijan Jozipovic nicht durchsetzen.

Eine Klatsche für die Solothurner Handballer

Hans Peter Schläfli

Die Leistung der Spielgemeinschaft Solothurn/ Grauholz verdiente nur Worte der Superlative: Miserabel, katastrophal, himmeltraurig. Sie war noch schlechter als beim 17:31 in Biel und noch enttäuschender als beim 23:25 beim damaligen Schlusslicht Horgen, als schon alle von einem Match «Not gegen Elend» sprachen.

Diesmal war es wirklich zum Davonlaufen. Und zwar nicht nur bildlich: Wer nach einer Viertelstunde die CIS Halle nicht fluchtartig verlassen hatte, der bereute irgendwann seine ansonsten lobenswerte Treue zu den Solothurner .

Gab es irgendetwas Gutes, etwas Positives, worauf man aufbauen könnte? «Die ersten fünf Minuten», konnte Michael Wassmer diese schwierige Frage ohne nachdenken zu müssen beantworten. «Bis dahin haben wir gekämpft, aber dann haben wir plötzlich aufgehört, und ohne Kampf gewinnt man kein Spiel.» Tatsächlich weckte diese kurze Startphase Hoffnungen und Solothurn/Grauholz ging sogar mit 4:2 in Führung. Aber es war nur ein Strohfeuer. Das 5:5 war das letzte Tor der Spielgemeinschaft für die nächsten 20 Minuten. Endingen zog auf 5:16 davon.

Als Beispiel für den desolaten Auftritt der Solothurner in der ersten Hälfte kann der linke Flügel Tobias Schürch dienen. Die Nummer 11 war einfach noch einer mehr auf dem Platz, der den Ball wieder zurück zur Mitte spielte, ohne etwas zu unternehmen. In einer halben Stunde war er in ganze drei Abschlussversuche involviert.

Solothurn/Grauholz war mehr am Ball, aber immer wieder ging der Arm der Schiedsrichter in die Höhe, der verzweifelte Ruf «Zeit, Zeit» ging durch die CIS-Halle und ein Alibiangriff wurde mit einem harmlosen Schuss abgeschlossen. Dann kam der Gegenzug der Endinger, der wie ein heisses Messer durch die Butter ging: Es gab keinen Widerstand.

Nach dem Heimspiel vom nächsten Samstag gegen Yellow Winterthur geht es in eine lange Pause von sechs Wochen. Was muss Solothurn/Grauholz dann unternehmen? Braucht es Verstärkungen? «Ich denke nicht, denn wir haben ja gegen die Kadetten gezeigt, dass wie Handball spielen können», meint Kreisläufer Wassmer. «Aber wir sind noch immer keine richtige Mannschaft. Nach der Fusion haben sich die Spieler der beiden Vereine noch nicht gefunden.»