Volleyball
Eine grosse Frau will hoch hinaus

Die 16-jährige Anabela Sataric aus Biberist spielt in der 1. Liga beim VBC Aeschi-Langenthal. Der grosse Traum der Junioren-Nationalspielerin: Ein Engagement beim Schweizer Aushängeschild Voléro Zürich.

Michael Lüthi
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In Magglingen posiert Anabela Sataric mit einem etwas anderen «Volleyball». michael lüthi

In Magglingen posiert Anabela Sataric mit einem etwas anderen «Volleyball». michael lüthi

Solothurner Zeitung

In der Familie Sataric dreht sich alles nur um eine Sache – den Sport. Die Eltern, einst aus Serbien gekommen, haben vier Sprösslinge. Anabela (16) ist Junioren-Nationalspielerin im Volleyball. Ihre vier Jahre ältere Schwester Darija spielt in Florida College-Volleyball; zuvor stand sie auch in den Nachwuchs-Nationalmannschaften. Durch sie kam die kleine Anabela zur Ballsportart. Und auch die 12-jährige Viktorija hechtet schon munter den Bällen hinterher. Sie durfte sogar schon mit dem VBC Gerlafingen Erstliga-Luft schnuppern. Und zu guter Letzt ist da noch Rajan. Der 18-Jährige spielt bei den Bieler Elite-A-Junioren Eishockey. Er stand auch schon auf dem Matchblatt der ersten Mannschaft. «Er durfte sogar mit zum Spiel nach Bern», erzählt Anabela stolz.

Zurück zum Volleyball. Jüngst weilte Anabela Sataric mit der Nationalmannschaft (1994+) im Trainingslager in Magglingen. Das Kader wurde von 30 auf 20 Spielerinnen reduziert. Sie hat den Cut souverän überstanden. Das Ziel des Teams um Trainer Florian Steingruber ist die U19-EM im Jahr 2012. Mit acht Jahren hat die kleine Anabela mit dem Volleyball beim VBC Solothurn begonnen. Als 12-Jährige wechselte sie zum VBC Köniz und debütierte ein Jahr später in der 1.Liga. Dort schaffte sie in der letzten Saison den Aufstieg in die NLB. «Das ist mein bisher schönster Erfolg», sagt sie. Weil aber das Niveau in der NLB für die Biberisterin (noch) zu hoch gewesen wäre, wechselte sie auf diese Saison hin zum VBC Aeschi-Langenthal. «Ich habe dort viele Spielerinnen schon gekannt», begründet sie den Wechsel.

Die zweitjüngste der vier erfolgreichen Sataric-Kids besucht in Solothurn das Sport-Gymnasium. Sie misst mit ihren 16 Jahren bereits 1,83 Meter – beste Voraussetzungen für eine Volleyballerin. Anabela geht siebenmal pro Woche zum Training. Dreimal übt sie in Langenthal mit dem Erstliga-Team, einmal geht es zum NLA-Team Sm’Aesch Pfeffingen und dreimal trainiert sie in der Bieler «Talent School». So gegen 14 Stunden häufen sich da pro Woche an. «Sie agiert sehr präzis und spielt intelligent», sagt ihr Nationaltrainer Florian Steingruber. Das Problem sei noch ihre Schnelligkeit in der Defense. «Sie muss sich mit harter Arbeit stetig verbessern. Denn es gibt noch einige grössere Talente.»

Die Ziele der jungen Solothurnerin sind hoch: «Im nächsten Jahr möchte ich zu einem NLB-Klub wechseln. In zwei, drei Jahren will ich dann in der NLA spielen.» Ein Engagement bei Voléro Zürich sei ihr grosser Traum. «Und natürlich Auftritte mit der A-Nationalmannschaft.» Neben dem Volleyball ist Anabela Sataric ein ganz normaler Teenager. Sie gehe gerne ins Kino oder auch mal in den Ausgang. «Aber viel Freizeit bleibt mir zurzeit nicht übrig.»