Swiss League

Eine Dummheit zu viel: Der EHCO verliert zuhause gegen den HC Ajoie mit 1:4

Der EHC Olten liefert sich mit Ajoie einen Abnützungskampf, verliert aber am Ende zu deutlich mit 1:4.

Wenn sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen, dann entscheiden oft Details über Sieg und Niederlage. Das war auch im Duell zwischen dem EHC Olten und dem HC Ajoie der Fall. Die beiden Spitzenteams lieferten sich bis weit ins letzte Drittel hinein einen Abnützungskampf.

Den frühen Führungstreffer der Jurassier durch Casserini, der nach 62 Sekunden einen Konter erfolgreich abschloss, egalisierte Jewgeni Schirjajew mit seinem 23. Saisontreffer. Der Center der ersten Oltner Sturmlinie feierte seine Vertragsverlängerung (siehe Kontext) damit auf die bestmögliche Art und Weise.

Der Puck wollte einfach nicht ins gegnerische Tor

Leider blieb aus Sicht des EHC Olten das Tor von Schirjajew das einzige Erfolgserlebnis des Abends. Es war nicht so, dass es der Mannschaft von Headcoach Chris Bartolone an Chancen gemangelt hätte. Im Gegenteil.

Aber es war letztlich eines dieser Spiele, in denen der Puck einfach nicht ins gegnerische Tor wollte. Die Ablenker schrammten oft haarscharf am Pfosten vorbei. Oder Ajoie-Goalie Dominic Nyffeler, der einen sehr guten Tag einzog, konnte sich den Puck irgendwie krallen.

Genau dann, wenn in der Offensive das Glück fehlt und man sich jedes Erfolgserlebnis förmlich erkrampfen muss, dann mag es – gerade gegen einen Gegner wie Ajoie – keine Dummheiten verleiden. Womit wir wieder bei den am Anfang erwähnten Details angelangt wären.

Es lief die 44. Minute, als sich EHCO-Stürmer Martin Ulmer in der offensiven Zone ein völlig überflüssiges, ja geradezu dummes Stockfoul leistete und auf die Strafbank wanderte. 15 Sekunden später zappelte der Puck im Netz des Oltner Tors. Hazen hatte die Scheibe irgendwie über die Linie gewürgt. Der EHCO lag wieder im Hintertreffen.

Eine Dummheit zu viel 

Ulmers Foul war an diesem Abend der knappen Entscheidungen die eine Dummheit zu viel. Der Österreicher büsste seinen Aussetzer für den Rest des Spiels mit der Verbannung auf die Ersatzbank. Oder wie es Chris Bartolone formulierte: «Es ist der 18. Januar. Jetzt kommt die Zeit, in welcher man Playoff-Eishockey spielen muss. Das heisst vor allem, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tun.»

Der Oltner Trainer mochte trotz der Niederlage mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht gehen: «Es war eines dieser Spiele, in denen der Puck nicht für uns gelaufen ist.»

Nach vorne schauen

Auf der anderen Seite erzwangen die wie immer unbequemen, aufsässigen und zähen Ajoulots die Entscheidung mit einem weiteren Abstaubertor durch Privet, ehe Frossard den zu hohen Sieg der Gäste mit einem Treffer ins leere Oltner Tor besiegelte.

Für den EHC Olten gilt es, das Spiel möglichst schnell abzuhaken. Bis auf Ulmers Aussetzer zur Unzeit hatten sie sich nur wenig vorzuwerfen. Am Sonntag (17.45) steht in Visp die nächste schwierige Prüfung auf dem Programm. Auch da gilt die Maxime: Dummheiten verboten.

Lesen Sie hier den Spielverlauf im Liveticker nach: 

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