Unihockey
Eine bittere Pille 37 Sekunden vor Schluss

Schweizer Meister Wiler-Ersigen ist der Start in den Champions Cup in Mlada Boleslav (Tschechien) misslungen. Gegen SSV Helsinki verlor Wiler-Ersigen mit 2:3.

Damian Keller, Mlada Boleslav
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Solothurner Zeitung

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. In der 58. Minute glich Christoph Hofbauer nach langer Wartezeit endlich zum 2:2 aus. Nur eine Minute später hielt Pascal Haab einen Strafstoss von Helsinkis Santtu Manner. Doch lediglich 37 Sekunden vor Schluss fand die Partie doch noch einen vorzeitigen Sieger – Juho Järvinen erzielte in Überzahl freistehend den 3:2-Siegestreffer für SSV Helsinki. Es war das fulminante Ende eines über weite Strecken ereignisarmen Spiels, in dem sich beiden Teams neutralisierten. Für die kreativen Momente war bei Wiler vor allem die dritte Formation um Fankhauser, Oilinki und Rüegsegger zuständig. Fankhauser brachte sein Team in der 18. Minute in Führung und bereitete den Ausgleich Christoph Hofbauers vor – Oilinki holte einen Penalty heraus, den Jussila jedoch nonchalent vergab.

Helsinki hatte die Führung Wilers nach einem Ballverlust Matthias Hofbauers bei Spielhälfte ausgeglichen und fünf Minuten später in einen Vorsprung verwandelt. Diesem Tor rannte Wiler, das bis dahin das bessere Team gewesen war, bis kurz vor Schluss vergeblich nach – und wurde durch die langen Phasen zermürbt, in denen die Finnen den Ball monopolisierten. Auch für den tadellosen Torhüter Pascal Haab keine einfache Situation. «In der ersten halben Stunde kam kaum ein Ball auf mein Tor», wunderte er sich und lobte damit gleichzeitig das Blockverhalten seiner Verteidiger. «In der Defensive waren wir klar besser als zuletzt in der Meisterschaft», stellte er fest.

Das sorgt für Zuversicht vor dem heutigen zweiten Gruppenspiel gegen Gastgeber Mlada Boleslav (16 Uhr). Dieses muss Wiler-Ersigen gewinnen, ansonsten ist der Champions Cup für den Schweizer Meister bereits Geschichte.

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