Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gelang dem FC Härkingen im Strichkampf gegen den SC Blustavia der Befreiungsschlag. Die Gäuer überholten dadurch die Stadt-Solothurner und liegen nun auf dem viertletzten Platz der 2. Liga. «Die Erleichterung ist gross. Zuletzt kämpften wir gegen Windmühlen. Heute haben wir von Anfang an durchgezogen», sagte Härkingens Trainer Bruno Büttiker nach dem Spiel.

Bereits in der neunten Minute eröffneten die Härkinger im Sechs-Punkte-Spiel das Skore. Tobias Heutschi steckte für Yanick Oumaray durch, der das Heimteam mit seinem zehnten Saisontor auf die Siegerstrasse schickte. Knapp zehn Minuten später erhöhten die Härkinger auf 2:0. Tim Büttiker traf mit einem satten Schuss unter die Latte. Spätestens jetzt war die Gegenwehr des SC Blustavia, der zwei seiner vergangenen drei Spiele gewonnen hatte, gebrochen. Härkingen hätte zur Pause bereits höher führen können. In der 34. Minute traf Joel Rietschin nur den Pfosten.

Ungefährdeter Sieg

«Wir waren von Anfang an sehr konzentriert und liessen nie Zweifel aufkommen», lobte Büttiker den Auftritt seiner Elf. Diese legte keine fünf Minuten nach dem Seitenwechsel nach. Rietschin bezwang Simon Giger mit einem Heber, nachdem er keine Zeigerumdrehung davor noch am Blustavia-Schlussmann gescheitert war. In der 64. Minute gelang dem 20-Jährigen der Doppelpack. Blustavia blieb während der gesamten neunzig Minuten blass, auch wenn in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer glückte.

Der FC Härkingen liegt vier Spieltage vor Schluss auf Platz neun. Dahinter folgen Blustavia mit einem und der FC Oensingen als Elfter mit vier Punkten Rückstand. Abgeschlagen auf dem letzten Platz ist Welschenrohr. «Es ist gut, dass wir jetzt wieder vorne sind im Abstiegskampf», sagte Härkingen-Trainer Bruno Büttiker. «Das war ein wichtiger Schritt, aber nur der erste. Jetzt müssen wir dranbleiben.

Ich gehe weiterhin von drei Absteigern aus.» Normal wären es zwei, doch Büttiker rechnet mit zwei Solothurner Absteigern aus der 2. Liga inter. Und auch damit, dass die Entscheidung erst am allerletzten Spieltag fällt. Weil die Klubs so nahe beieinander liegen und in der 2. Liga jeder jeden schlagen kann: «Details werden entscheiden. Wer die Nerven behält, bleibt oben. «Wenn wir so auftreten wie gegen Blustavia, sollte es eigentlich reichen.»

Affentranger-Hattrick

An der Spitze der 2. Liga gabs am 18. Spieltag keine Veränderung. Leader FC Subingen hatte schon am Freitag mit einem 2:1-Sieg beim Abstiegskandidaten Oensingen vorgelegt. Die Subinger drehten die Partie in der Schlussphase, nachdem sie in der 54. Minute in Rückstand geraten waren. Daniel Wiedmann (82.) und Aaron Sperisen (90.) bescherten dem FC Subingen am Ende den Dreier.

Auch dem SC Fulenbach, welcher am Donnerstag den Solothurner Cupfinal gegen Bellach verloren hatte, wurde nichts geschenkt. Am Ende setzten sich die Fulenbacher dank eines Hattricks von Liga-Topskorers Simon Affentranger mit 4:3 durch. Am nächsten Samstag kommts in Subingen zum Schlagerspiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten.

Das Spitzenduo liegt neu sechs Zähler vor dem FC Lommiswil und dem frischgebackenen Cupsieger Bellach. Dieser bezwang Schlusslicht FC Welschenrohr daheim mit 3:2. Der Abstieg der Thaler ist nur noch Formsache. Der FC Grenchen auf Platz fünf liegt nach dem 2:2 gegen den FC Iliria nun bereits sieben Punkte hinter den Tabellenführern zurück.