Pesäpallo

Ein weiterer Meistertitel für Solothurn? Finnpesis ist Gastgeber der diesjährigen Schweizer Meisterschaft

Finnpesis Solothurn. Vorne: Mira Nieminen, Nadja Tschümperlin, Marco Salzmann, Nathanael Greuter, Toni Salzmann, Cédric Lerch. Hinten: Rick Schild, Janick Berger, Dominic Meier, Sven Müller, Reto Brotschi, Christian Niederberger, Ricardo Cadola, Anna Bürki, Alfonso Tomazzoli. (v.l.).

Das Pesäpallo-Team Finnpesis Solothurn ist Gastgeber der diesjährigen Schweizer Meisterschaft. Die finnische Baseballmannschaft wird dieses Wochenende mit vier weiteren Mixed-Teams um den Titel kämpfen.

Der Mehrfachmeister aus Solothurn spielt dieses Jahr die Schweizer Meisterschaft auf heimischen Grund. «Wir sind in einer guten Verfassung», versichert Spielertrainer Reto Brotschi. Die Tabellenführung der aktuellen Ligaspiele konnte Finnpesis mit zwei Punkten Vorsprung bereits für sich entscheiden. Die «Nest-Elche», auf finnisch Pesis-Hirvet, sind ihre Verfolger. Das Team aus Appenzell-Ausserrhoden hat am Samstag die Möglichkeit für eine Revanche gegen die Solothurner.

«Die Ostschweizer sind dieses Jahr sehr stark und konnten viele Läufe während der Spiele machen», analysiert Reto Brotschi das gegnerische Team. Ebenfalls ganz vorne im Rennen um den Titel ist das junge Team aus Basel, «Baselin Punaset». Erst das zweite Mal dabei, konnten die Basler mit guten Einzelspielern und raffinierter Taktik überraschen. Grossen Wert auf die Meisterschaftsspiele legen die Sinivalkoiset.

Zwei Spieler des Zürcher Teams reisen eigens aus Finnland an, um die Mannschaft zu unterstützen, die am Saisonanfang während der Ligaspiele, völlig unerwartet, nicht zu überzeugen vermochte. Sinivalkoiset wird das erste Spiel an der Schweizer Meisterschaft am Samstag gegen Finnpesis Solothurn bestreiten.

Von der Schweizer Meisterschaft zur WM

«Die Teams haben sich während der laufenden Saison angenähert», stellt Reto Brotschi fest. «Es könnte viele spannende Spiele geben.» Die Zuschauer erwartet neben heiss umkämpften Partien eine familiäre Atmosphäre rund um den Sportplatz Scintilla zwischen Zuchwil und Luterbach. «Und Vielleicht wird sogar wieder eine mobile Sauna aufgebaut», schmunzelt der Trainer aus Riedholz.

Ende November reist ein grosser Teil der Finnpesis nach Indien an die offizielle Pesäpallo-WM. Im indischen Pune werden viele Solothurnerinnen und Solothurner die Schweiz an den diesjährigen Weltmeisterschaften vertreten. Was nicht selbstverständlich sei, da die Spieler einen grossen Teil der Kosten selber zu tragen haben. Die Organisatoren der WM erwarten eine Rekordbeteiligung mit Teams aus dem asiatischen Raum wie Bhutan oder Nepal, die zum ersten Mal teilnehmen werden.

«Das wird sicher unser grosses Highlight, an der WM in Indien für die Schweiz spielen zu können», gerät Reto Brotschi ins Schwärmen. Dabei bleibt er jedoch realistisch. Mehr als Aussenseiter-Chancen rechnet er sich für die zwei Schweizer Teams – Herren und Mixed – nicht aus. «Eine Topleistung liegt aber allemal drin», ist Brotschi überzeugt. Doch zuerst steht die Heimmeisterschaft an diesem Wochenende an. Alles andere folgt später.

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