Fussball
Ein unnötiger Penalty und ein Fehlentscheid kosten Solothurn den Sieg

Der FC Solothurn sicherte sich gegen ein starkes Black Stars Basel den ersten Heimpunkt der Saison. Die Solothurner forderten den Gruppenfavoriten aus Basel und erreichten ein 1:1.

Pius Rüegger
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Bilder vom Spiel Solothurn - Black Stars
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Der Solothurner Fabian Kohler kommt gegen den Basler Kalayci Seyfettin einen Schritt zu spät.
Silvan Büchli beim Kopfball.
Der Solothurner Berkay Sülüngöz knöpft dem Basler Michael Feghoul den Ball ab.

Bilder vom Spiel Solothurn - Black Stars

hps

«Aufgrund unserer Leidenschaft haben wir es verdient, diesen Punkt zu gewinnen», sagte Solothurns Trainer Patrik Grolimund. Der Start gelang dem Platzklub optimal. Dem Favoriten wurde mit geschickter Organisation der Raum genommen.

Die Basler konnten ihr Tempospiel nicht aufziehen. Mit dem Selbstvertrauen aus dem Thun-Sieg lancierten die Einheimischen ihre Offensive wirkungsvoll. In der neunten Minute lancierte Burkhalter über links Walther mit einem Zuspiel in die Tiefe. Der 24-Jährige umspielte Gästehüter Saladin ausserhalb des Strafraums und schloss ins leere Tor zum 1:0 ab. «Es war ein lohnender Abschluss», lobte Grolimund.

Die Gastgeber versuchten das Heft in der Hand zu behalten. Nach 18 Minuten begannen sich jedoch Flüchtigkeitsfehler einzuschleichen. Diese halfen den Baslern, ihre Organisation zu finden. Das Spiel wurde ausgeglichen.

Während die Ambassadoren an Tempo einbüssten und weniger Zweikämpfe gewannen, kamen die Gäste mehr in den Abschluss. «Es ist wichtig zu wissen, dass Hunziker krank ausfiel und Gashi nach einer fiebrigen Nacht mit wenig Schlaf auf den Felgen lief, sodass ich das zentrale Mittelfeld mit Oezdemir und Burkhalter verändern musste», erklärte Grolimund. Gegen das spielerisch starke Basler Mittelfeld wirkten sich Unzulänglichkeiten umgehend aus.

Bedanken konnten sich die Einheimischen bei Torhüter Trittibach. Mit sicheren Interventionen hielt der 19-Jährige sein Team im Spiel. «Trittibach ist ein konstanter wie sicherer Wert und ich möchte ihm bald ein Zu-Null gönnen», sagte sein Trainer.

Gegen den Ausgleichstreffer konnte er jedoch nichts ausrichten. In der 58. Minute drückte der 18-jährige Aussenverteidiger Meier an der linken Strafraumgrenze Kalayci ungeschickt weg. Den Elfer versenkte der Gefoulte selbst unhaltbar zum Ausgleich. «Dieser Penalty war unnötig, jedoch zu Recht gepfiffen», erkannte Grolimund.

Mehr zu reden gab die 67. Minute. Oezdemir sah seinen Freistoss von Saladin zur Ecke gelenkt. Burkhalters Eckball zielte Oezdemir flach aus dem Rückraum aufs Gästetor. Titton lenkte ab, aber Schiedsrichter Ljatifi anerkannte den vermeintlich zweiten FCS-Treffer nicht: Sein Assistent Gämperle zeigte fälschlicherweise Offside an, obwohl zwei Basler Spieler auf der Torlinie absicherten. «Es war niemals Offside», sagte Grolimund nur.

In der Schlussphase konnten die jungen Solothurner wiederum auf Augenhöhe mit dem Gruppenfavoriten agieren. Beide Teams suchten bis zuletzt die definitive Entscheidung, doch es blieb beim 1:1.