Bruno Gisler gewinnt das Solothurner Kantonal Schwingfest mit einer überragenden Leistung. Ohne je einmal mit dem Rücken im Sägemehl gelegen, bodigt der einzige Eidgenosse am Start alle seine Konkurrenzen und wurde somit seiner Favoritenrolle mehr als gerecht.

Neun Solothurner holten einen Kranz

Mit solch einer Demonstration war Bruno Gisler selbsterklärend der Star des Tages. Aber er war bei Weitem nicht der einzige Einheimische Schwinger. Erfreulicherweise holten sich gleich neun Solothurner Schwinger einen Kranz. Eine Bilanz, die sich sehen lässt. Auch Petrus hatte wohl seine Freude an dem guten Abschneiden unserer Solothurner. Obwohl stetig dunkle Wolken über die Arena zogen, regnete es glücklicherweise nur am Morgen.

Die Gäste aus dem Baselland trumpften auf

Wie es beim einem Schwingfest üblich ist, spielt die Rangliste nach drei Gängen meistens nur am Rande eine Rolle, denn die Athleten, die zu diesem Zeitpunkt ganz zuoberst stehen, müssen jeweils noch gegen Spitzenschwinger antreten. Diesmal musste man schon fast leider dazu sagen. Nach drei Gängen hatte man praktisch nur Solothurner in den Topplatzierungen. Weil Bruno Gisler zu diesem Zeitpunkt in den beiden ersten Gängen «nur» 9.75 für seine Siege bekam, lauerte er zusammen mit drei weiteren Schwingern auf Platz 2d. Mit dabei auch der Mümliswiler Marcel Kropf und der Bellacher Thomas Stüdeli.

Leider, leider konnten nach der Mittagspause nicht alle Einheimischen an Ihre zuvor starken Auftritte anknüpfen. So war dann auch klar, dass sich früher oder später ein Gast in den Fokus schwingen wird. Mit den Endplatzierungen 2, 3b und 3c waren dies gleich drei Kranzschwinger aus dem Baselland. Mit Marcel Kropf und Thomas Stüdeli konnten zur Freude der vielen Zuschauer, wenigstens zwei der Regionalen mithalten.

Souverän in den Schlussgang

Bis dato schwang Bruno Gisler weiterhin in seiner eigenen Liga, egal wer ihm im Sägemehlring gegenüberstand, derjenige wurde eiskalt auf den Rücken gelegt. «Ich bin der einzige Eidgenosse hier und habe dementsprechend die Favoritenrolle, da spürt man schon einen gewissen Druck», sagte Bruno Gisler kurz nach seinem gewonnenen vierten Gang. Sein Ziel war ganz klar der Schlussgang und den erreichte er auch souverän.

Gisler ergriff die Initiative

Pünktlich um 16.30 Uhr begann der Schlussgang. Aber wer war eigentlich der Gegner von Bruno Gisler? Ein Gast aus dem Baselland, der Bellacher Thomas Stüdeli, nein es war der Mümliswiler Marcel Kropf und dies absolut verdient. Denn im Schatten vom Eidgenossen Bruno Gisler zeigte Kropf eine durchwegs überzeugende Leistung.

Nach kurzem Abtasten im Schlussgang ergriff der Rumisberger Gisler die Initiative und legte zum Schluss auch noch den letzten Widersacher auf den Rücken. Standesgemäss liess er sich vom tollen Publikum, das eine herzliche Stimmung verbreitete, ausgiebig feiern.