Schützenmatt-Cup

«Ein tolles Turnier mit fairen Matches auf hohem Niveau»

Das Nachwuchs-Talent Jonas Schär sorgte am Schützenmattcup für einiges Aufsehen.

Die Nachwuchstalente sollen am Schützenmatt Cup eine Gelegenheit erhalten, die arrivierten und erfahrenen Cracks zu fordern. Dies ist das Ziel von OK-Präsident Freddy Siegenthaler und seinem Team. Und bei der diesjährigen Ausgabe des Traditionsturniers auf der Anlage des TC Schützenmatt gelang dies nahezu optimal.

Unter anderem spielte der erst 15-jährige Jonas Schär (N4, 122) ganz gross auf, eliminierte unter anderem den top gesetzten Alexander Sadecky (N2, 12) und durfte so am sonntäglichen Finaltag in der Vorschlussrunde antreten. Und auch dort vermochte er den klar favorisierten Romand Siméon Rossier (N2, 19) zu fordern.

Während Jonas Schär auf Platz zwei um den Finaleinzug kämpfte, erklärte sein Vater – Radio SRF-Sportmoderator und Tennisexperte Bernhard Schär – den Apérogästen die Bedeutung des Schützenmatt Cups für die hiesige Tennisszene. «Turniere wie der Schützenmatt Cup sind enorm wichtig. Sie geben dem Breiten- und dem Leistungssport eine Plattform und das ist von grosser Bedeutung, denn ohne Leistungssport und ohne Breitensport gibt es auch keinen Spitzensport», so Bernhard Schär und fügt hinzu: «Der Tennissport ist auch auf diesem Niveau absolut faszinierend und ich muss zugeben, dass ich beim Zuschauen hier nervöser war als beim Turnier in Wimbledon.»

Überraschungsmann gestoppt

Dies natürlich nicht zuletzt, weil sein Sohn drauf und dran war, auch Siméon Rossier aus dem Turnier zu spedieren. Doch die Turniernummer drei konnte sich in den entscheidenden Momenten steigern und gewann das hart umkämpfte Match gegen den jungen Überraschungsmann trotz Satzrückstand. Der Romand – selber ebenfalls erst 21 Jahre alt - traf im Final auf den Deutschen Frank Wintermantel (N2, 15), der sich ohne Satzverlust fürs Endspiel qualifiziert hatte.

In einem Finalspiel, das von vielen spektakulären Ballwechseln und fast ebenso vielen Breaks lebte, war es der ein Stück offensiver agierende Frank Wintermantel, der den ersten Satz mit 6:4 für sich entscheiden konnte. Der zweite Satz verlief praktisch identisch. Wintermantel legte mehrmals mit Break vor, aber der wieselflinke Rossier kämpfte sich wieder zurück.

Am Ende war es aber dennoch der Deutsche, der sich mit seinem fünften Sieg innerhalb von drei Tagen zum Sieger der diesjährigen Ausgabe es Schützenmatt Cups küren lassen konnte. «Es war ein tolles, aber auch hartes Turnier. Ich bin froh, das ich den Final in zwei Sätzen gewinnen konnte», so Wintermantel bei der Siegerehrung.

17-jährige Kroatin gewinnt

Bei den Frauen kam es im Endspiel zum Duell zwischen den beiden nominell stärksten Spielerinnen Nina Alibalic (N1, 10) und Diana Marcinkevica (N1, 10). Die Kroatin und die Lettin, die beide in Deutschland leben und trainieren, boten den zahlreichen Zuschauern über weite Strecken attraktiven Tennissport. Je länger die Partie dauerte, desto stärker wurde Alibalic, die druckvoller agierte als ihre Kontrahentin und dabei auch noch weniger Fehler beging.

Die gerade mal 17-jährige Weltnummer 516 gewann die 58. Ausgabe des Schützenmatt Cups dank des souveränen 6:2, 6:2-Finalsiegs verdientermassen. «Es war ein tolles Turnier mit fairen Matches auf hohem Niveau. Und dann haben auch die Jungen noch sehr gut gespielt. Genau deshalb lohnt sich auch der grosse Aufwand, um das Turnier zu organisieren», bilanzierte Clubpräsident Milek Kowalski.

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