Eishockey
Ein «Stängeli» zum Abschluss der Viertelfinal-Serie

Der SC Langenthal deklassiert die Basel Sharks im letzten Viertelfinalspiel mit 11:2 und qualifiziert sich damit für die Halbfinals. Nun gilt es, das Selbstvertrauen mitzunehmen und nicht überheblich zu werden.

Leroy Ryser
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SC Langenthal gegen die Basel Sharks
12 Bilder
Schwieriger Abend für Basel's Goalie Urban Leimbacher.
Langenthal's Daniel Carbis (M.) im Kampf um den Puck mit Basel's Sandro Gartmann (l.) und Goalie Urban Leimbacher.
Langenthal's Stefan Tschannen (r.) schiebt zum 1:0.
Stefan Tschannen (l.) und Jeff Campbell jubeln.
Langenthal's Vincenzo Küng (r.) bezwingt Basel's Goalie Urban Leimbacher.
Urban Leimbacher muss oft hinter sich greifen.
Langenthal's Stefan Tschannen (l.) verpasst eine Chance gegen Basel's Urban Leimbacher.
Langenthal's Vincenzo Küng (r.) bezwingt Basel's Goalie Urban Leimbacher.
Langenthal's Marc Kämpf (l.) schaut zu, wie der Puck hinter Urban Leimbacher einschlägt,
Langenthal's Vincenzo Küng (l.) im Kampf um den Puck gegen Louis Heinis.
Stefan Tschannen jubelt zum 1:0.

SC Langenthal gegen die Basel Sharks

Marcel Bieri

Gestern Abend um viertel vor Acht hatte manch einer mit den Basel Sharks Mitleid verspürt. Nach zwei Dritteln lagen sie mit 8:1 in Rückstand, gleich 6:1-Tore resultierten nur schon im Mitteldrittel. Nach einer 2:0-Führung im ersten Abschnitt spielten sich die Langenthaler regelrecht in einen Rausch, es traf beinahe jeder aus allen Positionen.

Leider gelang den Baslern im letzten Abschnitt kein versöhnlicher Abschluss in einer eigentlich ansprechenden Saison. Zum Stängeli kam es in der 53. Minute, als die Nordwestschweizer vor dem eigenen Tor zu dritt ineinander fuhren.

Es folgten diverse Provokationen und ein frustvoller, gehässiger Schluss bei einem diskussionslosen 11:2-Kantersieg für den SCL. Bereits früh in der Partie stellten die Langenthaler die Weichen auf Sieg. Stefan Tschannen verwertete einen Abpraller nach einem klugen Vorstoss von Verteidiger Marc Schefer, kurz vor der Pause erhöhte Jeff Campbell in Überzahl auf 2:0.

Harmlose Sharks

Die Sharks machten nie den Eindruck als könnten sie in diesem letzten Viertelfinalspiel entgegenhalten, zu wenig bissig waren sie, zu wenig Chancen kreierten sie, um für Gefahr zu sorgen.

Nach Stefan Tschannens zweitem Streich, welcher mit einer eleganten Täuschung von Daniel Carbis eingeleitet wurde, kamen die SCL-Tore phasenweise fast schon im Minutentakt. Es gelang von A bis Z alles, so erkämpfte Jeffrey Füglister beispielsweise ein Tor im Slot, Jeff Campbell traf kurz vor Ende des zweiten Abschnittes in Unterzahl. Nach nur fünf Spielen kann sich der SC Langenthal nun über die Halbfinalqualifikation freuen.

Keine Überheblichkeit

Der 11:2-Kantersieg im letzten Auftritt wird sicherlich weiteres Selbstvertrauen freisetzen, zugleich wird er aber der Leistung des Viertelfinalgegners nicht ganz gerecht. Die Nordwestschweizer spielten eine sehr gute Qualifikation, zuletzt schienen aber die Luftreserven etwas bescheiden. «Damit können wir uns noch nichts kaufen»; dämpfte SCL-Torschütze Vincenzo Küng die Euphorie ein wenig.

Die Lockerheit im Abschluss habe aber viel geholfen, die Serie frühzeitig zu beenden. Überheblich werde man deshalb aber nicht, sagte Verteidiger Yves Müller, der einen Powerplay-Treffer beisteuerte. «Ich hoffe wir können das Selbstvertrauen mitnehmen. Wir haben das Potenzial, mit diesem Team in den Final zu kommen», ergänzte Müller.

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